Dieser Artikel widmet sich dem Schlaf und unserer Unterstützung. Fast ein Drittel unserer Lebenszeit schlafen wir.

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Während wir schlafen finden lebensnotwendige Prozesse in unserem Körper und unserer Seele statt. Bei unzureichendem oder qualitativ minderwertigem Schlaf regenerieren und erholen wir uns nicht genug. Die Folge daraus sind zahlreiche Störungen in unserem Energiesystem, auf die wir im kommenden Hauptteil noch ausführlich eingehen werden. Schlaf dient aber nicht nur der Erholung. Im Schlaf laufen wichtige Prozesse ab, die unsere Wahrnehmung verändert. Wahrnehmung bedeutet keine Grenzen zwischen mir und der Außenwelt zu ziehen, sondern sich der Einheit beider gewahr zu sein.

„Der Schlaf bereitet uns auf das Gewahrsein vor.“

(→ weiterführende Informationen zum bewussten Gewahrsein bezüglich des Schlafes sind in einem anderen Artikel nachzulesen)

Hormonelle Ursache von Schlafstörungen

Um die Ursache für Schlafstörungen gezielter zu klären sind sie aus verschiedenen Ebenen zu betrachten. Dafür schauen wir uns zunächst die „Hormonelle Ebene“ genauer an, wobei bestimmte Hormone den Schlaf/Wachrhythmus in unserem Körper regulieren. Dabei wird aus der Zirbeldrüse im Gehirn das Hormon Melatonin aus dem Hormon Serotonin hergestellt und bei beginnender Dunkelheit ausgeschüttet. Das ist dann das Zeichen dafür langsam und stetig müder zu werden. Der Melatoninspiegel erreicht normal zwischen 2 und 3 Uhr morgens seinen Höchststand. Ist die Zirbeldrüse geschwächt oder strukturell sogar verändert, kann sie ihre Aufgabe nicht mehr in vollem Maße erfüllen und demzufolge ist der Schlaf/Wach – Rhythmus in uns gestört. Wir wissen heute das es chemische Substanzen gibt, die den Prozess des Abbaus in der Zirbeldrüse erheblich beschleunigen. Hohe Dosierungen von Fluoriden lassen die Zirbeldrüse verhärten und tragen zum Funktionsverlust bei.

  • In dem Zusammenhang achten wir in unserer Ernährung auf eine alternative Salzzufuhr die keine zusätzlichen chemischen Fluoride enthält und natürlicher Herkunft ist, wie unser Meersalz. Die tägliche Anwendung von Zahncreme enthält meist auch chemische Fluoride in einer zu hohen Konzentration. Dafür eignen sich gezielt fluoridfreie Zahncremes oder eine ohne viel Aufwand einfach selbst herzustellende Zahncreme:

„Sie nehmen 4 Esslöffel Kokosöl, 2 Esslöffel feines Natron/Luvos-Heilerde fein, optional für mehr Geschmack 1Prise Birkenzucker (Xylit), optional für weißere Zähne 1 Prise Kurkumapulver, optional für mehr Frische 1Tl Pfefferminzöl... fertig!)“

Die verschiedenen Schlafphasen 

Wir wissen durch Experimente in sogenannten Schlaflaboren, dass sich unser Schlaf in verschiedene Phasen gliedert. In der Regel beginnt unser Schlaf mit einer Leichtschlafphase, in der wir eher oberflächlich schlafen und noch schnell erwachen können. Danach folgt eine kürzere Tiefschlafphase, die uns schon tiefer sinken lässt und aus der wir nicht so schnell erwachen können. In dieser Phase sind uns weder die eigene Präsenz noch objektive Inhalte unserer Person gegenwärtig. Darauf folgt wieder eine Leichtschlafphase, die dann in die für uns wichtige REM-Phase (Rapid- Eye Movements) übergeht. Diese Phase schauen wir uns besonders genau an, weil in ihr die oben genannten Regenerationsprozesse auf sowohl seelischer als auch spiegelbildlich auf körperlicher Ebene passieren können.

„Unser Körper ist am Ende nur ein Spiegelbild bzw. eine Synchronisation unseres Seelenheils.“

Der REM- Schlaf  wird durch unkontrolliert ruckartige Muskelbewegungen eingeläutet. Daraufhin kommt es im weiteren Verlauf zum völligen Erliegen der Muskelaktivitäten und wir sind vollständig entspannt. Unsere Augen bewegen sich unter den geschlossenen Lider schnell hin und her. Der Blutdruck steigt etwas an und die Atmung sowie die Herzfrequenz werden unregelmäßiger. Unser Gehirn ist während dieser Traumphase stärker durchblutet und das emotionale Zentrum des Gehirns, die Amygdala ist sehr aktiv. Es geht also in dieser Phase vermutlich um die Auseinandersetzung mit starken Gefühlen, die mit den Träumen in Verbindung stehen. Es ist bis heute nicht ganz genau erklärt, welchen konkreten Zusammenhang die REM-Phase des Schlafes zum Wachzustand einnimmt.

„Da aber nichts zufällig geschieht ist anzunehmen, dass Prozesse in der Traumphase widerstandsloser passieren können, während wir im Wachzustand hingegen bewusst steuern und kontrollieren wollen.“

Energetische Ursache von Schlafstörungen

Eine weitere Ursache für verschiedene Schlafstörungen können wir also in der „Energetischen Ebene“ finden. Sie wird in der „Traditionellen chinesischen Medizin“ (TCM) sehr genau differenziert und in verschiedene Disharmonien der zirkulierenden Energien in uns beschrieben. Das Nähr- Qi (Qi = Energie) und das Abwehr- Qi bewegen sich in einem regelmäßigen Rhythmus in den sogenannten Energieleitbahnen (Meridianen) in unserem Körper. Dabei wärmt das Nähr- Qi unseren Körper am Tag und das Abwehr- Qi schützt uns vor äußeren Angriffen (Wind, Kälte, Hitze etc.) und zirkuliert in der äußeren Körperebene („Yang“ genannt). Abends verlagert sich das Abwehr- Qi ins Körperinnere („Yin“ genannt) und zirkuliert in den Organen. Wir können entspannen und schlafen ein. Morgens wechselt der Kreislauf wieder in die äußere Körperebene und wir wachen erholt und regeneriert auf. Ist dieser Rhythmus gestört resultieren Schlafstörungen daraus

„Das Yang ist nicht in Verbindung mit dem Yin“ (Lei Zheng Zhi Cai).“

Die Rolle des Herzens im Schlafprozess

Zudem sind Schlafstörungen immer mit dem Herzen verbunden. Das Herz beherbergt den Geist („Shen“ genannt). Er steht für „Bewusst- Sein“und drückt sich in ihrer Ausstrahlung und ihrer Lebensfreude aus. Wird das Herz nicht ausreichend mit Qi oder Blut versorgt, kann der Geist nicht verankert werden und wir können auch nicht gut einschlafen. Haben wir Schwierigkeiten durchzuschlafen oder wachen unruhig häufig nachts auf, besteht meist ein Yin- Mangel oder Yang- Überschuss. Durch die resultierende Hitze, der sog. „falschen Hitze“ (Yin- Mangel) wird der Shen beunruhigt und sie wachen immer wieder nachts auf. Verschiedene Organdisharmonien wirken sich ebenfalls sehr irritierend auf den Geist aus und stören die Zirkulation des Oi und des Blutes. In der TCM wird immer in Fülle- und Leeremustern unterschieden, wobei sehr häufig eine Kombination aus beiden besteht.

„Shen ist unsere Ausstrahlung, unsere Klarheit, unsere geistige Präsenz.“

Es ist möglich mit der Akupunktur die Ebene des Geistes (Shen) direkt zu erreichen. Dafür stehen uns verschiedene Punkte zur Verfügung, in denen bereits im Namen „der Shen“ erwähnt wird.

  • He 7 (Shen Men) „das Tor zum Shen“ wirkt bei Herzunruhe, Aufgeregtheit und Schlafproblemen
  • Ren 8 (Shen Que) „Palast des Shen“ wird nie genadelt, nur sanft durch Beifußkraut „gemoxt“ und wirkt allgemein die Mitte stärkend
  • Niere 23 (Shen Feng) „versiegeltes Shen“ wirkt bei Angst, Geistesunruhe, Brustenge

Das individuelle Behandlungskonzept

Für die Behandlung ist eine fundierte und individuelle Anamnese erforderlich und als weitere Diagnosekriterien untersucht der Therapeut die Zunge und den Puls genauer. Wir sehen also das Thema ist sehr komplex und muss sehr genau betrachtet werden, um erfolgreich in der Behandlung zu sein. Dabei wird das Therapiekonzept immer individuell auf das jeweilige Krankheitsmuster des Patienten abgestimmt. Dieses beinhaltet dann häufig die Methode der Akupunktur, bei der durch gezielte Nadelreize die Energien vor allem das Verhältnis des Yin zum Yang in den Leitbahnen harmonisiert wird. Durch die weitere Anregung von schlaffördernden und muskelentspannenden Botenstoffen wird unser Schlaf wieder ausgeglichener und erholsamer. Die Akupunktur ist demnach ein wichtiger Bereich in der erfolgreichen Behandlung von Schlafstörungen. Unterstützend besprechen wir weiterhin hilfreiche Hinweise in der Veränderung ihrer Lebensumstände.

In dem Zusammenhang zu nennen sind:

  • ihre derzeitige Ernährungssituation und eine evtl. Ernährungsumstellung
  • ihr Schlafverhalten
  • die Schlafhygiene
  • psychische und soziale Probleme
  • die Einnahme von Arzneimitteln bzw. diversen Genussmitteln

Die verschiedenen Formen von Schlafstörungen aus Sicht der TCM

Es gibt also wie wir in der Einleitung schon erfahren haben verschiedene Formen von Schlafstörungen, die wir zur genaueren Differenzierung in folgende Gruppen aufteilen wollen:

  • Einschlafstörungen
  • Durchschlafstörungen
  • gesteigertes Schlafbedürfnis
  • Müdigkeit nach dem Essen
  • nicht erholsamer und unruhiger Schlaf
  • Schlaf mit Atemnot (Schlafapnoe)
  • traumreicher Schlaf (Neigung zu Alpträumen)
  • frühmorgendliches Erwachen

Einschlafstörungen

Sie sind ein Mangel an Qi und Blut im Herzen und in der Milz. Diese häufig vorkommende Disharmonie führt zu dem schwierigen Einschlafen auch zu Herzklopfen, Appetitlosigkeit, Völlegefühl im Bauch, Mattigkeit, bleicher Gesichtsfarbe, breiigem Stuhlgang, die Zunge ist blass mit weißem Belag und schwachem schmalen Puls.

  • Bei Auftreten dieser Indizien würden wir das Herz tonisieren, die Milz stärken und die Blutbildung fördern. Mögliche Akupunkturpunkte: He 5, He 7, Mi 6, Ma 36, Ren 6, Ren 12, Yin Tang

Durchschlafstörungen

Sie sind gekennzeichnet durch einen Yin-Mangel der Nieren, des Herzens oder der Leber. Auch eine Disharmonie zwischen dem Herz und der Nieren kann dieser Störung zugrunde liegen. Der Schlaf ist häufig unterbrochen und sie wachen in bestimmten Abständen immer wieder auf. Nachmittags tritt meist eine mäßig erhöhte Temperatur (subfebril) auf mit geröteten Wangen, warmen Handflächen und Fußsohlen (auch „Hitze der 5 Herzen genannt“). Der auftretende Nachtschweiß ist ein sehr klares und eindeutiges Zeichen für einen Yin-Mangel. Die Zunge ist dabei meist belaglos und leicht gerötet. Der Puls ist in der Tiefe sehr schwach bis fast gar nicht palpierbar.

  • Die Behandlung eines solchen Energieverlustes dauert entsprechend länger, da in diesem Fall schon das Yin (Substanz) geschädigt ist, das vor allem als Reserve in unserem Körper fungiert. Wir werden also versuchen die Nieren und die Essenz zu stärken, das Yin wieder nach und nach aufzufüllen und vor allem ihre Lebensgewohnheiten in Augenschein nehmen. Denn ein besserer Umgang mit sich selbst ist bei dieser Form unumgänglich. Mögliche Akupunkturpunkte: Ni 3, Ni 6, He 6, Mi 6, Ren 4, Yin Tang

Gesteigertes Schlafbedürfnis

Dies weißt auf einen allgemeinen Energiemangel hin, der meist schon alle Energiesysteme betrifft und weniger exakt differenziert werden muss. Meist sind aber die Milz und die Nieren besonders betroffen. Wir fühlen uns schlapp und haben kaum Energie den Tag zu bestreiten, körperliche und geistige Aktivitäten fallen uns sehr schwer. Eine auffallende Blässe im Gesicht weißt auf einen stärkeren Milzenergie- und damit einem Blutmangel hin. Die Zunge ist meist geschwollen und blass mit weißem Belag und der Puls ist schwach und schlüpfrig.

  • Therapeutisch stärken wir vorrangig die Energie der Milz und der Nieren. Wir heben dabei die Energie der Milz an (ihr natürlicher Verlauf) und beseitigen evtl. stagnierten Schleim. Mögliche Akupunkturpunkte: Mi 6, Ma 36, Ma 40, Ni 6, Ren 6, Du 20

Müdigkeit nach dem Essen

Sie ist ein Zeichen für eine stärkere Milzenergie-Schwäche oder Bestandteil einer fehlenden Kommunikation zwischen der Milz und dem Magen, die zu Schleim führt. Begleitend treten Appetitlosigkeit, breiiger Stuhlgang, klebriges Mundgefühl, Schwindel, Benommenheit, Schweregefühl in den Gliedmaßen und ab und zu auch Beklemmungsgefühle in der Brust auf. Die Mundhöhle ist oft klebrig. Die Zunge ist schmierig belegt und der Puls schlüpfrig.

  • Die Therapie besteht darin die Mitte zu stärken, den Schleim zu beseitigen und die Magenenergie abzusenken. Mögliche Akupunkturpunkte: Mi 6, Mi 9, Ma 36, Ma 40, Ren 6, Ren 12, Pe 6, Yin Tang

Nicht erholsamer und unruhiger Schlaf

Dieser besteht häufig aufgrund der stagnierten Leberenergie und des Feuers der Leber, die dann wiederum zur Hitze im Herzen führen kann. Der Schlaf ist dabei unruhig und durch immer wiederkehrende Aufwachphasen ausgezeichnet. Häufig tritt ein Spannungsgefühl unter dem Rippenbogen auf, Frauen leiden unter der PMS (prämenstruelles Syndrom) und man spürt einen bitteren Mundgeschmack, der von uns häufig morgens am intensivsten wahrgenommen wird. Wir fühlen uns insgesamt gereizt und haben manchmal auch depressive Stimmungsphasen. Hat sich die stagnierte Energie schon in Feuer umgewandelt leiden wir unter häufigem Durst und trockenem Stuhlgang bis hin zu Verstopfung. Die Zunge wird sich an den Rändern rötlich und leicht gerollt zeigen oder die Zungenspitze ist deutlich gerötet. Der Puls ist gespannt und durch das Feuer beschleunigt.

  • Wir werden versuchen in erster Linie das Feuer zu beseitigen und damit das Herz welches den Geist beherbergt zu beruhigen. Weiterführend ist die Stagnation der Leberenergie zu berücksichtigen. Dabei werden wir auch auf emotionaler Ebene schauen, welche Dinge bei ihnen zur Stauung der Energie führen. Dies sind oft Gefühle von Ärger, Wut und Groll. Mögliche Akupunkturpunkte: Le 3, Di 4 (vier Tore), Le 8, Le 13, Di 11, Ren 6, Mi, 6, He 7

Schlafapnoe

Ein Syndrom, bei dem periodisch auftretende Atemstörungen durch die Minderbelüftung der Lunge während des Schlafens auftreten. Dabei kommt es zu einer verringerten Sauerstoffversorgung, die uns immer wieder unbewusst aufwachen lässt. Sie ist gekennzeichnet durch eine ausgeprägte Tagesmüdigkeit bis hin zum Sekundenschlaf, Verschlechterung des Gedächtnisses und des Intellekts. Meist ist die Schlafapnoe auch begleitet von heftigem Schnarchen. Die Entstehung dessen kann an der Schlafposition liegen. Eine ständige Rückenlage begünstigt nämlich die Schlafapnoe. Auf dem Rücken verlaufen der Blasenmeridian und das Lenkergefäß (außerordentliches Energiegefäß). Die Blasenleitbahn ist eng mit der Lungenleitbahn verbunden und somit ist eine Stagnation der Blasenenergie auch mit Blockierung des Flusses der Lungenenergie gekoppelt. Dies wiederum führt dann folglich zu den schon oben erwähnten Atembeschwerden. Sollte man nur in der Rückenlage mit ausgestreckten Armen einschlafen können zeigt es einen Hitzezustand an, den es in der Therapie zu berücksichtigen gilt.

„Die beste und natürlichste Position für einen gesunden Schlaf ist die sogenannte „stabile Seitenlage“, das Liegen auf der wohlgemerkt rechten Seite mit dem rechten Arm, der leicht angezogen auf dem Kissen hinausgeschoben ist. Der linke Arm ruht dann frei auf der linken Körperhälfte.“

  • Diese Schlafposition ist optimal, weil dabei das Herz etwas höher liegt als die Leber und das Blut frei zirkulieren kann. Umgekehrt liegt die Leber etwas tiefer und kann das Blut wieder sammeln und dadurch das Herz ausreichend versorgen und damit unseren Geist beruhigen. Zudem ist die Position des Magen und Darms dabei aufgelockert, sodass die Verdauung ungehindert passieren kann und die Nahrung ihren natürlichen Verlauf nach unten nehmen kann. Mögliche Akupunkturpunkte: Lu 1, Ni 27, Lu 7, Ren 17, Di 4, He 7

traumreicher Schlaf  

Er ist bedingt durch das Feuer im Herzen oder in der Leber. Es führt zu unangenehmen Träumen und Alpträumen. Zudem tritt eine Gereiztheit und seelische innere Unruhe auf. Morgens leiden wir dabei häufig an bitteren Mundgeschmack und stärkerem Durstgefühl. Die Zunge ist rot und der Belag gelblich. Der Puls ist beschleunigt und überflutend.

  • In der Behandlung steht die Beseitigung des Feuers und die Verankerung des Geistes bzw. der sogenannten Wanderseele „HUN“ im Vordergrund. Sie ist in der Leber verwurzelt. Mögliche Akupunkturpunkte: Le 2, Le 3, Le 8, He 6, He 7, Ni 3, Di 11, Yin Tang

„Bei einer Schwäche des Yin und des Blutes der Leber „wandert Hun nachts umher“ und wir leiden an einen unruhigen und unterbrochenen Schlaf.“

Frühmorgendliches Erwachen

Es ist durch eine konstitutionelle Schwäche der Gallenblase und des Herzens bedingt. Sie führt zur Ängstlichkeit im Schlaf. Wir schlafen sehr oberflächlich und haben viele unruhige Träume. Das typische Aufwachen am frühen Morgen ohne wieder einschlafen zu können, weist sehr daraufhin. Wir neigen zu Furchtsamkeit, sind schüchtern und oft unentschlossen beim Treffen von wichtigen Entscheidungen. Auch Herzklopfen, Müdigkeit und das Gefühl der Kurzatmigkeit treten bei dieser Schlafstörung auf. Die Zunge ist blass mit Einkerbungen im vorderen Zungenbereich. Der Puls fühlt sich eher leer an.

  • In der Behandlung wird die Energie der Gallenblase und des Herzens gestärkt. Auch über andere Energieleitbahnen wie die der Nieren und der Lunge ist eine zusätzliche Stärkung möglich. Mögliche Akupunkturpunkte: Gb 40, Gb 41, Gb 44, He 7, Pe 6, Lu 9, Ni3

Wie wir schon beim Thema des frühmorgendlichen Erwachens erfahren haben, spielt das zeitliche Auftreten von Beschwerden eine wesentliche Rolle und gibt uns Aufschluss welche Organsysteme beteiligt sind und unserer Unterstützung bedürfen. Jedes Organ hat seine Arbeits- (Maximal) und seine Ruhezeiten (Minimal). Dabei werden alle 2 Stunden ein anderer Meridian und damit ein bestimmtes Organ mit Energie durchflutet. 12 Stunden später hat es dann seinen Tiefpunkt erreicht und möchte sich erholen. Besonders gut können wir auf die Organe in der Behandlung in ihrer Maximalzeit einwirken.

(→ Auf die Beziehung der Organe zur Organuhr gehe ich in einem weiteren Artikel genauer ein!)

Schlafstörungen und die Annahme unserer weiblichen Seite (Yin)

Wie wir jetzt erfahren haben, findet unser Schlaf vor allem in der  Yin- Phase in der Nacht statt. Die Zeit in der sich unser Körper regeneriert und reinigt. Der Geist nimmt während des Schlafens eine Verbindung zu seiner energetischen Quelle auf und erhält so Informationen, die die Seele heilt und in ihrer Entwicklung wachsen lässt. Aus Sicht der TCM ist meist der Geist (Shen) gestört, der nicht zur Ruhe kommen kann. Der Grund dafür das Yin (weibliche Anteil) ist nicht in der Lage das Yang (männliche Anteil) zu halten, das Yang übernimmt aufgrund des Ungleichgewichts die Kontrolle über das Yin. Das Yin wiederum ist ein Teil des Blutes, welches bei einem Yin-Mangel nicht ausreichend produziert werden kann. Der Geist reagiert unruhig darauf, weil ihm Yin und Blut zur Kühlung fehlen, um sich im Herzen zu verankern und uns damit in einen ruhigen und entspannten Schlaf zu wiegen. Unser Yin wird umgekehrt durch den Schlaf genährt, sprich der Schlaf wirkt tonisierend bzw. auffüllend auf unser „YIN“.

„Yin heißt soviel wie nichts aktiv tun zu müssen, empfangen zu dürfen und im Vertrauen zu sein.“

Autor: Melanie Timm
Thema: Was sind Schlafstörungen
Webseite: https://www.naturheilpraxismelanietimm.com

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