Wie werden wir weniger anfälliger für Krankheiten? Krankheiten entstehen oft dann, wenn unser Immunsystem schwach ist.

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Aus ganzheitlicher und naturheilkundlicher Sicht, sind es weder Viren, Bakterien noch sonstige Krankheitserreger, die uns krank machen. Vielmehr ist ein schwaches oder aus dem Gleichgewicht geratenes Immunsystem nicht mehr in der Lage, unseren Körper umfassend zu schützen oder zu unterstützen.

Doch die gute Nachricht ist, dass wir die Stärkung unseres Immunsystems selbst in die Hand nehmen können. Mit einfachen Maßnahmen die allerdings Eigenverantwortung voraussetzen, können wir unser Immunsystem wieder ins Gleichgewicht bringen.

Darmgesundheit und Ernährung

Da sich circa 80% der Immunzellen in unserem Darm befinden und der Darm stark abhängig ist von unserer Ernährung, ist eine ausgewogene basische Ernährung Grundvoraussetzung um fit und gesund zu bleiben oder zu werden. Basenreiche Nahrungsmittel wie Gemüse, Obst, Kräuter, Nüsse (Ausnahme: Erdnüsse und Walnüsse), Sprossen und Samen sollten hierbei den größten Anteil der Ernährung ausmachen. Mit ihren guten Ballaststoffen, Nährstoffen und Mineralien sorgen diese Nahrungsmittel für einen reibungslos funktionierenden Organismus. Eine optimale ausgewogene Mahlzeit erhalten wir, wenn sich 80% basische Lebensmittel und nur 20 % säurebildendete Lebensmittel (Milchprodukte, Fleisch, Eier, Käse usw.) auf dem Teller befinden. Auf Zucker, Alkohol, Zigaretten und Fertigprodukte sollte man grundsätzlich verzichten oder diese stark einschränken.

Viele Gewürze haben natürliche antioxidative Eigenschaften. Z.B Rosmarin, Salbei, Oregano, Majoran, Thymian, Petersilie, Kerbel, Fenchel, Sellerie, Gewürznelke, Piment und Pfeffer. Knoblauch enthält antimikrobiell wirksame Substanzen, wie pflanzliche Stoffwechselprodukte. Diese haben eine keimhemmende oder -abtötende Wirkung auf eine große Anzahl von Bakterien und/oder Pilzarten. Auch probiotische Lebensmittel und Probiotika für den Darm (sollte dieser aus dem Gleichgewicht geraten sein) können das Immunsystem natürlich unterstützen.

Bewegung

Besonders empfehlenswert sind sanfte Ausdauer-Sportarten: Sie stärken nicht nur Herz und Gefäße, sondern auch unsere Immunabwehr. Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft verbessert das Immunsystem deutlich. Frische Luft versorgt unsere Organe mit Sauerstoff und tut unseren Atemwegen und Schleimhäuten gut. Sollte es durch Einschränkungen nicht möglich sein Ausdauersport zu betreiben, kann man alternativ tägliche Spaziergänge einplanen.

Seelenarbeit

Jede Krankheit ist ein Signal dafür, dass auf tieferer seelischer Ebene etwas nicht im Einklang ist, dies manifestiert sich schlussendlich im Körper. Ist die Seele nicht gesund, dann teilt sie uns dies durch die unterschiedlichsten Krankheitsbilder mit und unser Immunsystem gerät aus dem Gleichgewicht. Krankheit kann daher als das Sprachrohr der Seele bezeichnet werden. Der Körper spricht eine Sprache, drückt aus was richtig oder falsch läuft. Wir dürfen uns Fragen in welchen Bereichen wir nicht im Einklang mit uns selbst leben. Sozusagen ein Check-Up in allen Bereichen wie Partnerschaft, menschliche Beziehungen, Beruf, Gesundheit, Finanzen, Hobbys uvm. Was möchte mir mein Körper mitteilen, wo bin ich nicht mehr im Gleichgewicht? Wo lebe ich nicht mein Selbst, sondern lasse mich fremdbestimmen? Was spielt sich in meinem Inneren ab? Welche negativen Gedanken denke ich ständig und immer wieder? Welche Situationen habe ich mir selbst erschaffen? Wo laste ich mir zu viel auf, wo bin ich nicht aufrichtig zu mir selbst. Was tut mir gut und was nicht? Wo habe ich mich unwohl gefühlt und warum? Bereitet mir das, was ich tue Freude oder ist es Pflicht und Anstrengung? Umgebe ich mich mit Menschen, die mir guttun oder die mir Energie rauben?

Stress abbauen

Die Kommunikation zwischen Gehirn und Immunsystem erfolgt unter anderem über Hormone wie dem Stresshormon Cortisol. Abwehrzellen produzieren Botenstoffe, sogenannte Interleukine: Sie steuern die Aktivität des Immunsystems und signalisieren - wenn sie in großer Menge im Blut vorhanden sind - dem Gehirn, dass beispielsweise eine Infektion im Körper tobt. Daraufhin fährt das Gehirn die Körpertemperatur hoch und sorgt dafür, dass man sich schlapp und lustlos fühlt – und sich schont. Registriert das Gehirn, dass der Interleukinspiegel und damit die Aktivität des Immunsystems zu massiv ist, fährt es die Abwehrkräfte wieder herunter. Auch das vegetative Nervensystem als Kommunikationsmedium, das Botschaften aus dem Körper ins Gehirn funkt und umgekehrt. Wer dauernd "unter Strom" steht, muss sich folglich nicht wundern, wenn ihn immer wieder ein Infekt lahmlegt.

Richtig Atmen

Durch eine tiefe Nasenatmung können wir unser Immunsystem unterstützen. Indem wir zum Beispiel durch die Nase tief in den Bauch beziehungsweise das Zwerchfell ein und durch die Nase so lange wie möglich aus (auf alle Fälle aber länger ausatmen als einatmen), führt dies im Vergleich zur Mundatmung zu einer um 10 bis 15 Prozent höheren Sauerstoffsättigung des Blutes. Das bedeutet, unsere Organe können besser mit Sauerstoff versorgt werden und haben mehr Energie. Durch das lange Ausatmen wird Kohlenstoffdioxid abgebaut.

Ausreichend Schlaf

Bei Schlafmangel arbeiten wichtige Immunzellen schlechter. Zudem wird durch fehlenden Schlaf die Ausschüttung von Stresshormonen begünstigt. Neuere Studien weisen auch auf eine erhöhte Infektanfälligkeit durch Schlafmangel hin und geben Hinweise auf die Verbindung zwischen dem Schlaf und dem Immunsystem.

Unterstützende Immunstärker

Zuletzt möchte ich die für mich wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel zur Stärkung des Immunsystems auflisten. Doch ist deren Wirkung oft nicht ausreichend, wenn man all die anderen Konzepte die ich oben erwähnt habe außer Acht lässt. Daher genügt es für ein gesundes Immunsystem nicht, einfach nur bestimmte Mittelchen einzunehmen. Hier die Top Immunstärker:

  • Vitamin Ester-C
  • Zink ionisiert
  • Selen
  • Kurkuma
  • Vit. D3 mit K2
  • OPC
  • Oreganoölkapseln

Die Einnahme und Menge sollte nur individuell, je nach Bedarf erfolgen. Vor allem bei Vit. D3, Zink und Selen ist es ratsam vor der Einnahme den Spiegel im Blut (entweder durch Eigentests zu Hause oder beim Heilpraktiker) zu testen, um die optimale Versorgung zu gewährleisten und um einem Mangel auszugleichen.

Doch viel wichtiger als die Nahrungsergänzungsmittel, ist ein dauerhaft achtsamer Umgang mit dem eigenen Körper und der Seele. Wir sind für unser Leben und unseren Gesundheitszustand selbst verantwortlich und dürfen wieder lernen unsere Aufmerksamkeit auf unser Inneres, auf Freude, auf Gesundheit und Liebe zu richten anstatt auf Krankheit, Mangel und negativen Gedanken.

Autor: Angela Martin, Heilpraktikerin
Thema: Wie kann ich mein Immunsystem natürlich stärken?
Webseite: https://www.heilpraktikerin-martin.de

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