Ratgeber Lifestyle

Ein Geist, zum Überlaufen voll mit ungeordneten Informationen – das ist die Situation der meisten Menschen. Lähmende Gedanken wegen unerledigter Arbeiten, diffuse Ängste, vage Ziele, Schuldgefühle, ungeklärte Verantwortlichkeiten, einschränkende Glaubenssätze, Probleme in Beziehungen, nebulöse Zukunftsvisionen und so weiter und so weiter.

glueckliches kind

Unser Kopf gleicht häufig einem voll gestopften Speicher, bei dem wir völlig die Übersicht verloren haben. Also muss man im Kopf mit der Aufräumaktion beginnen, denn:

Nur ein klarer Kopf ist ein kluger Kopf!

Diese Erkenntnis ist schon der erste Schritt zur Veränderung, und hier folgen noch einige konkrete Entrümpelungstipps:

Befreien Sie sich von Krafträubern wie zum Beispiel dem Wunsch, es allen recht zu machen

Wenn das Leben unbeschwerter werden soll, ist es gut, sich von alten Lasten zu befreien und seinen eigenen Weg neu zu justieren. Ein großes Hindernis auf diesem Weg ist die Angst vor den Konsequenzen. Doch sind die wirklich immer so schlimm, dass man sich fürchten muss? Nehmen Sie es spielerisch, wenn Sie unsicher sind, wie sich am besten aus der Affäre ziehen. Fragen Sie sich einfach: WARUM NICHT! Probieren Sie es einfach mal aus:

WARUM NICHT den Pflichtbesuch bei den Schwiegereltern absagen? WARUM NICHT sich die Haare rot färben? WARUM NICHT pünktlich Schluss machen, obwohl noch Berge von Arbeit warten? WARUM NICHT einfach mal ein böses Mädchen sein? Fangen Sie mit kleinen Dingen an, und steigern Sie sich langsam. Was kann denn schon passieren?

Hören Sie auf, das Opfer zu spielen und sich von anderen bestimmen zu lassen

Die Opferrolle kann eine Weile ganz komfortabel sein. Man wird getröstet und beschützt, doch auch bevormundet. Und darum ist es irgendwann an der Zeit, sein Leben wieder selbst zu bestimmen. Für diesen Ausstieg aus der Warteschleife braucht man Mut und eine klare Vorstellung davon, was man will. Ein Hilfsmittel auf diesem Weg ist ein so genanntes „Haltungsziel“. Ein Haltungsziel beinhaltet eine positive Zielvorstellung, die unabhängig von anderen erreicht werden kann und die Sie sofort lächeln lässt. Zum Beispiel:

Ich räume die Wohnung so um, dass ich eine gemütliche Leseecke nur für mich habe. Statt: Irgendwie muss ich meinen inneren Schweinehund überwinden, damit es wenigstens ein Eckchen für mich gibt.

Ruckeln Sie Ihre Zielformulierung so lange zurecht, bis Sie wirklich Lust haben, das Ziel zu erreichen. So bekommen Sie ihr Leben auf angenehme Weise wieder in den Griff, und das Thema Warteschleife war gestern.

Lassen Sie einschränkende Glaubenssätze hinter sich

Alles, was wir über uns und andere denken, schränkt die an sich unendlichen Möglichkeiten auf eine einzige ein. Das ist ziemlich eng. Warum sollten andere Blickwinkel nicht genauso richtig, interessant und intelligent sein? Also: Erfinden Sie sich und Ihre Welt immer wieder neu. Das heißt: Betrachten Sie alles immer wieder aus anderen Perspektiven! Das geht ganz einfach, wenn Sie sich vorstellen wie andere die Situation sehen. Versetzen Sie sich in die Perspektive Ihrer besten Freundin, in die eines Bekannten oder eines richtigen Ekels. Das erweitert ihr Gesichtsfeld, und auf einmal können Sie zwischen verschiedenen Betrachtungen und Glaubenssätze wählen und sich diejenigen aussuchen, die Ihr Leben wirklich bereichern.

Trennen Sie sich von Menschen, die Ihnen Kraft rauben und nichts zurückgeben

Man weiß es ganz genau, will es sich aber manchmal trotzdem nicht eingestehen, wenn andere Menschen zu Energieräubern geworden sind. Ein wichtiger Punkt beim Aufräumen ist darum eine Bestandaufnahme: Welche meiner Freunde tun mir gut? Welche nicht? Falls Sie sich unsicher sind, wie jemand auf Sie wirkt, gibt es einen einfachen Tipp:

Spüren Sie in sich hinein!

Spüren Sie, wie der Gedanke an einen bestimmten Menschen ein glückliches Lächeln auf Ihr Gesicht zaubert? Dann heißt es: Ja, der ist richtig. Verkrampft sich dagegen Ihr Magen oder legt sich eine schwere Last auf Ihre Brust? Dann heißt es:

Stopp! Vorsicht, Energievampir! Entscheidend ist immer das erste Körpersignal. Das gilt es aufzufangen und ernst zu nehmen!

Begraben Sie die Hoffnung, dass Sie die Liebe und Aufmerksamkeit von Menschen bekommen, denen Sie schon seit Ewigkeiten hinterherlaufen

Menschen, denen wir etwas nachtragen, sei es Liebe oder Hass sind Überlebenskünstler in unserem Kopf. Sehnsucht ebenso wie alte Kränkungen, Scham und Wut bleiben gern präsenter, als uns lieb ist. Immer wieder tauchen sie konkret oder als Erinnerung auf, um uns zu quälen. Verdrängen funktioniert in diesen hartnäckigen Fällen oft nicht. Die wirksamste Methode, um diese belastenden Anhängsel loszuwerden, ist das Verzeihen. Im ersten Moment sträuben sich uns die Haare bei der Vorstellung, jemandem zu verzeihen, der unsere Liebe nicht will, der uns belogen und betrogen hat, doch das Verzeihen ist eine Versöhnungsgeste uns selbst gegenüber. Wir tun es für unseren inneren Frieden. Verzeihen ist in seinem Kern Mitgefühl mit uns selbst, denn nur wir leiden an den nachgetragenen Gefühlen. Nicht die anderen! Verzeihen ist also kein Zeichen von Schwäche, sondern eine Form von Intelligenz und Selbstschutz.

Finden Sie ein kleines Ritual. Vielleicht verbrennen Sie etwas. Vielleicht verbeugen sich so lange jeden Morgen sechsmal zur Sonne und sprechen das Verzeihen laut aus bis der Spuk vorbei ist. Finden Sie eine Form, die für Sie angemessen ist.

Machen Sie Klarschiff bei den Wünschen für die Zukunft

Was wünschen Sie sich wirklich? Nehmen Sie sich viel Zeit für diese Überlegung und schreiben Sie alles auf. Allein das Aufschreiben macht es schon wahrscheinlicher, dass Ihre Zukunftswünsche wahr werden. Und danach überprüfen Sie Ihre Liste immer wieder.

Wenn sich Ihre Wünsche verändern, verändern Sie auch Ihre Liste. Am besten Sie stecken Sie das Papier an einen gut sichtbaren Platz. Dann werden Sie immer wieder an Ihre Wünsche erinnert. Ihr Unbewusstes richtet sich dann ganz von selbst auf die Wunscherfüllung aus. Zur Unterstützung der Wunscherfüllung hat es sich bewährt, die Wunschliste mit einem Kraftsymbol zu verbinden:

Welches Bild gibt Ihnen Kraft? Ein Glückspilz? Eine kleine schwarze Katze? Das Meer? Finden Sie Ihr Kraftsymbol, und verbinden Sie es mit Ihrer Wunschliste. Doppelt hält besser!

Stärken Sie sich und Ihre Pläne durch ein Glückstagebuch!

Wer die schönen Augenblicke, auch die kleinen erfreulichen Begegnungen und die angenehmen Zufälle aufschreibt, richtet seine Aufmerksamkeit auf das, was er als wünschenswert erlebt. Glück setzt sich wie ein Mosaik aus vielen einzelnen Momenten zusammen. Wer die Zusammenhänge erkennt, besitzt das sicherste Mittel, um das Unglück hinter sich zu lassen.

Mit einem Glückstagebuch lernen Sie eine ganze Menge über sich selbst. Sie filtern heraus, was Sie froh macht, und da Sie bewusst danach Ausschau halten, öffnen Sie sich und lassen immer mehr davon in Ihr Leben.

Seien Sie stolz auf sich, wenn Sie in Ihrem Kopf und in Ihrem Umfeld aufräumen. Wer für Klarheit sorgen will, muss seine Einsichten umsetzen. Das stößt oft auf Widerstände. Lassen Sie sich deswegen keine Schuldgefühle machen. Niemand ist schlecht, weil er seine Interessen verfolgt. Lassen Sie auch die Angst hinter sich, dass Sie jemand als egoistisch bezeichnen könnte. Es ist gut und sinnvoll, zuerst an sich selbst zu denken, wenn man aufräumt, denn nur dann kann man später andere unterstützen. Denken Sie ganz konkret an die Ansage aller Fluglinien:

Im Fall von Sauerstoffmangel nehmen Sie zuerst selbst die Maske und befestigen sie, bevor Sie versuchen, anderen zu helfen!

Autor: Micheline Rampe
Thema: Aufräumen im Kopf

Webseite: http://www.michelinerampe.de

 

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