Ratgeber Lifestyle

Es liegt in unserer Natur, dass wir Veränderungen eher ambivalent gegenüber stehen. Einerseits hoffen wir, dass eine Veränderung uns Erleichterung, mehr Lebensfreude, mehr Liebe, mehr Spaß und sonstiges Positives einbringt und auf der anderen Seite nagt die Ungewissheit. Was wenn es doch nicht so kommt? Was, wenn alles schlimmer wird?

veraenderung raupe schmetterling

Wenn’s perfekt läuft

Veränderungen sind immer dann schön, wenn sie nicht weh tun. Ein Lottogewinn, eine neue Liebe, die uns auf Händen trägt und Schmetterlinge in unserem Bauch zaubert, eine Beförderung oder gar ein komplett neues Jobangebot mit mehr Spaß, mehr Freizeit und mehr Gehalt, der Umzug in ein noch schöneres Haus – ach wie schön! Diese Art von Veränderung macht wirklich Spaß und da denken wir auch nicht lange darüber nach. Das Alte wird einfach abgestreift wie eine alte Haut und wir schlüpfen hinein in das Neue. Hmmm, wie toll sich das anfühlt.

Wie eine kalte Dusche

So zumindest wünschen wir uns Veränderung und manchmal erleben wir dies natürlich auch. Doch oft erwischt uns eine Veränderung auch wie ein kalter Regen und ist unausweichlich. Und das passiert, wenn wir eine Krise erleben, die uns zur Veränderung zwingt. Das ist dann ein weniger prickelndes Gefühl. Und wie es so oft im Leben ist, kommt gerade dann alles auf einmal und es erwischt uns ganz dick. Diese Art von Veränderung wünschen wir uns meistens genau so dringend wie ein Loch im Kopf und doch kommen wir nicht um sie herum. Und das ist auch gut so.

Aus dem Wandel Kraft schöpfen

Inzwischen weiß sogar auch die Wissenschaft, dass unsere größten Tiefpunkte immer auch die Geburtsstunde für etwas Neues und meist Besseres in unserem Leben ist. So sehr Loslassen auch schmerzt – und Veränderung hat sehr oft etwas mit Loslassen des Alten zu tun - so bedeutend ist dies für unser Weiterkommen im Leben.

Nur wenn wir bereit sind, eine Tür zu schließen, kann sich die nächste Tür für uns öffnen. Solange wir uns am Türgriff des Alten festklammern, haben wir keine Hand und keine Energie frei, um die nächste Tür zu öffnen. Dies gilt für den Job, den wir seit Jahren erdulden, die Partnerschaft, die bereits erloschen ist, die Verpflichtungen, die nur noch Kraft saugen und so vieles andere ebenfalls, an dem wir festhalten, ohne es wirklich zu wollen.

Ja-sagen zu Veränderungen

Schauen wir uns einmal die dynamische Natur des Lebens an. Es ist ein ewiger Kreislauf des Entstehens und des Vergehens, des Vergehens und des Wieder-Entstehens. Das wird uns durch die Jahreszeiten besonders bewusst. Im Frühling wachsen im kargen Nichts aus den kleinen Ästen plötzlich kleine Knospen und kündigen das bunte grüne Leben an.

Alles im Universum ist ein ständiges Kommen und Gehen. Der Atem kommt und geht, ebenfalls die Sonne, der Mond, die Jahreszeiten. Glückliche und unglückliche Momente kommen und vergehen wieder. Menschen kommen in unser Leben und gehen – manchmal auch für immer.

Wir finden überall die Polarität

Wenn man sich bewusst macht, dass die Welt und das Leben durch und durch im Wandel von Kommen und Gehen begriffen sind, dann versteht man auch, dass es notwendig ist, loszulassen, damit Neues entstehen kann.

Genauso macht es uns die Natur vor: Die Bäume werfen im Herbst ihre Blätter ab, die Blütenpracht verwelkt, damit Raum für neues Leben entsteht und die Knospen im Frühling sprießen können. Wenn wir diese Realität der Veränderung bejahen, sagen wir auch „Ja“ zum Leben. Wir verstehen den Wechsel zwischen guten und weniger guten Zeiten, es fällt uns leichter Höhen und auch Tiefen zu akzeptieren.

Positiv der Veränderung entgegen blicken

Mit dem Wissen, dass jedem Tiefpunkt unabdingbar eine Wende folgen wird, lernen wir auch, dass es manchmal sinnvoller ist, unsere Ressourcen nicht in die Veränderung des Unveränderbaren zu stecken. Das macht uns kraftlos und unglücklich. Wenn wir versuchen, das Kommen und Gehen bewusst wahrzunehmen, erkennen wir auch den Wert der Veränderungen. Unglück entsteht – aber es vergeht eben auch wieder, selbst, wenn es manchmal von unendlicher Dauer zu sein scheint.

Lieber Mini-Schritte als nichts

Veränderungen, die Sie bewusst steuern können, sind in meinen Augen am besten in kleinen, übersichtlichen Schritten möglich. Ihr Körper, Ihr Geist, Ihr ganzes System müssen sich zuerst an das Neue, an das Unbekannte gewöhnen. Dazu brauchen Sie einige Tage, bis sich neue Handlungen oder Denkweisen eingespielt haben.

Wenn Sie noch nie in Ihrem Leben gejoggt sind und sich vornehmen, in vier Monaten 10 km laufen zu können, beginnen Sie demzufolge nicht sofort mit dieser Laufdistanz, sondern starten mit 500 m, laufen und gehen beim ersten Mal abwechselnd, um ihren Körper an diese neue Bewegungsform zu gewöhnen.

Unser innerer Schweinehund

Wir gehen oft mit Vorbehalten und inneren Widerständen an Veränderungen ran. Nach dem Motto: „Das geht ja sowieso nicht – das habe ich schon mal probiert – wenn das so einfach wäre“ und ähnlichen Ausreden flüchten wir vor dem Neuen. Hier gilt es natürlich, diesen inneren Schweinehund, also die Widerstände, zu überwinden und es einfach mal auszuprobieren.

Geduld als große Herausforderung

Wichtig ist auch, nicht gleich aufzugeben, weil etwas nicht sofort funktioniert. Geben Sie sich mindestens 10 Tage, damit sich Ihr Gehirn und Ihr Körper an das Neue gewöhnen können. Wenn eine veränderte Sicht- oder Verhaltensweise in sechs von zehn Fällen den gewünschten Erfolg hat, bleiben Sie konsequent dabei. Im Leben gibt es keine 100 Prozent. Sie werden mit einer Methode nicht immer punkten und Erfolg haben – es gibt ja auch kein Medikament, welches gegen jede Krankheit wirkt.

Gehen Sie mit kindlicher Neugier an die anstehende Veränderungen heran. Der Verstand darf sogar auch mitunter stumm geschaltet werden, da er natürlich immer Gründe finden wird, warum etwas nicht geht. Das Ego will am liebsten alles beim Alten belassen. Tricksen Sie Ihr Ego aus, indem Sie sich regelrecht mit dem Herzen in den Wandel und in die Veränderung hineinfühlen und dann einfach ins Handeln und Ausprobieren kommen.

„Der Wunsch, etwas zu ändern ist anfangs oft nur ein unscheinbares Samenkorn. Aber es liegen ungeahnte Kräfte darin verborgen. Lege es in die Erde der Zuversicht, bewahre es vor den Dornen des Alltags, beschütze es vor dem Wind der Gewohnheit, dann wird es wachsen und herrliche Blüten treiben.“ (Jochen Mariss)

Zahlreiche Tipps zur Motivation, Kommunikation, Selbstverwirklichung etc. finden Sie in meinem Buch:

Knips dein Licht an – So geht es besser mit dir und den anderen

Autor: Heike Holz
Thema: Wandel - Veränderung

Webseite: http://www.heikeholz.de

Autorenprofil Heike Holz:

Heike Holz ist Expertin für Persönlichkeit und körperlich-seelisches Wohlbefinden. Mit der Philosophie einer ganzheitlichen Persönlichkeitsentwicklung überzeugt sie professionell in ihren Vorträgen, Seminaren und Einzelcoachings auf unterhaltsame, angenehme Weise, wie Sie selbstbewusst mit einer achtsamen Kommunikation, wertschätzenden Umgangsformen und souveränen Ausstrahlung Glück und Motivation aktiv beeinflussen.

Mit ihrer speziell entwickelten KNIPS DEIN LICHT AN-Methode bringt sie Sie in Ihre Kraft, Energie und Lebensfreude. Den Kern Ihrer Persönlichkeit zu erkennen und zu entfalten, ist das Ziel ihrer Arbeit. Mit Freude und Enthusiasmus berät sie mit ihrer empathischen und einfühlsamen Art neben namhaften Firmen und als Hochschuldozentin auch Führungskräfte aus Wirtschaft und Verwaltung in der Bedeutsamkeit der zwischenmenschlichen Kommunikation.

 

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