Ratgeber Lifestyle

Ich sitze vor den Trümmern eines zerplatzen Traums und frage mich – warum so und nicht anders? Enttäuschung und Ohnmacht – Ratlosigkeit. Wie soll es weitergehen?

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Diese Erfahrung bleibt wohl kaum jemandem erspart… Eine zerbrochene Beziehung, ein verlorener Job, Konflikte, eine schwere Krankheit oder der Verlust eines geliebten Menschen erschüttern unser Leben. Wir erfahren schmerzvoll die Zerbrechlichkeit des scheinbar Selbstverständlichen. Was nun, wie können wir diese Lebenskrise überwinden?

Warum gerade ich?

Ein Gefühl von Ohnmacht und Ratlosigkeit stellt sich ein, vielleicht auch Verzweiflung oder Wut: Warum gerade ich? Wieso wir? Oder die Frage nach dem Schuldigen: Hätte er nur… Hätte sie doch… Was wäre, wenn ich … All dies ist verständlich, nachvollziehbar. Es gibt sie - eine Zeit zum Weinen, zum Trauern, vielleicht auch zum Schreien. Mein Schmerz braucht Ausdruck und Raum. Ich gestehe ihn mir zu. Schwierig wird es, wenn ich auf lange Sicht in blockierenden Gefühlen stecken bleibe. Es stellt sich die Frage: Hilft mir das Ohnmachts- oder Schuldgefühl, bringt mich auf Dauer die Wut oder Verbitterung in meinem Leben weiter? 

Was tut mir heute gut?

Das, was passiert ist, kann ich in der Regel nicht ändern. Doch darauf, wie es mir mit der belastenden Situation geht, habe ich entscheidenden Einfluss. Dazu brauche ich den Perspektivwechsel, weg vom zermürbenden Blick in die Vergangenheit hin zu der Frage: Was tut mir heute gut? Was hilft mir, wieder auf die Füße zu kommen? Ich bleibe mit meinen Gedanken im Hier und Jetzt, konzentriere mich auf den jeweiligen Tag: Heute für Heute. Ich umgebe mich mit Menschen, die mir guttun, die mich verstehen. Ich schütze mich vor den anderen, sorge gut für mich, wähle bewusst aus, wem ich mich anvertraue. Vielleicht suche ich professionelle Hilfe bei jemandem, der darauf spezialisiert ist, Menschen zu begleiten, bei einem Seelsorger oder Therapeuten. Liebevoll mit sich selbst umgehen, sich öffnen, sich unterstützen lassen - das kann die entscheidende Wende einleiten.

Es ist wie es ist. Es darf so sein

Das klingt so einfach – und gehört doch mit zum Schwersten: dem Grübeln Einhalt gebieten, den bohrenden Fragen nach der eigenen oder fremden Schuld, dem Kampf gegen etwas, das so ist, wie es ist… Doch all dies kostet enorm viel Kraft, zermürbt, hält den Blick rückwärtsgerichtet. Die Energie, die ich für diesen Kampf verbrauche, fehlt mir an anderer Stelle. Es ist wie es ist. Ich stelle mich der Realität und nehme sie an: Es darf so sein. Wenn mir das immer wieder gelingt – und wenn zunächst auch nur für wenige Minuten am Tag – wird die Last leichter, der Atem freier, der Blick weiter.

sonnenuntergang freudensprung

Das Leben ist farbenfroh

In der Krise sehe ich schwarz, etwas später vielleicht alles grau in grau. Doch das Leben ist anders vielfältig und bunt. Es ist nie alles schwarz, selbst wenn es mir mit meinem, auf den Schmerz oder Verlust fokussierten, Tunnelblick so erscheint. Ich trete ein paar Schritte zurück, richte den Blick nach links und rechts – und nehme vermutlich erstaunt wahr, dass es da Positives zu entdecken gibt: jemanden, der für mich da ist, ein ermutigendes Wort, ein Lächeln, mein Zuhause, ein Konzert, Freude an Bewegung in der Natur…. All dies zu entdecken ist das eine, dafür ein leises Danke zu sagen das andere. Indem ich jeden Abend drei Dinge aufschreibe, über die ich mich freue, ergeht es mir ähnlich wie Frederik, der kleinen Maus, die Sonnenstrahlen für den dunklen Winter sammelt…  

Angenommen…. 

Angenommen, in dieser schwierigen Situation lägen auch positive Aspekte verborgen:  Welche könnten das sein? Was ist das Gute im Schlechten?   Angenommen, ich gebe den Katastrophen-Phantasien keinen Raum mehr und erlaube mir stattdessen Träume von gelingendem Leben: Was sind meine Stärken? Wie gestalte ich meine Zukunft? Wo sehe ich mich in 3, 5 oder 10 Jahren?  Angenommen, ich werde später von Kindern, Enkeln, Freunden anerkennend gefragt: Wie hast du das geschafft - so zu leben, dass du jetzt diese Ausstrahlung hast?  Was antworte ich ihnen?

Es liegt bei mir, wohin ich meine Aufmerksamkeit richte – und was ich dadurch verstärke, welchen Gedanken und Bildern ich mich zuwende. Hier liegt der entscheidende Schlüssel für das Wachsen an einer Krise, denn:  Was wir im Auge haben, das prägt uns, da hinein werden wir verwandelt, und wir kommen, wohin wir schauen.“  (Heinrich Spaemann) 

Ich vertraue der Kraft des Guten, vertraue, dass da jemand ist, der es gut mit mir meint, vertraue mir selbst und dem Leben – das voller Überraschungen steckt.

Autor: Monika Arndt
Thema: Lebenskrise überwinden
Webseite: http://www.monika-arndt.de



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