Was haben erfolgreiche Menschen gemeinsam?

Erfolgreiche Menschen bleiben beharrlich und nutzen ihre Chancen.

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Sie sind neugierig und erfindungsreich. Auch angesichts von Schwierigkeiten geben sie nicht gleich auf, sondern suchen neue Wege. Manche Menschen verstehen Erfolg somit ausschließlich im Sinne von dinglichem Besitz oder Status: große Häuser, schnelle Autos, hohe Posten, klangvolle Titel, teure Reisen – aber das ist vielleicht nicht die wesentliche Art von Erfolg. Denn diese Dinge legen nicht unbedingt den Grundstein für Glück oder Wohlbefinden. Das wird dann ganz deutlich, wenn das Leben seine Schattenseiten zeigt und es um existenzielle Fragen geht wie die Gesundheit oder das Familienglück. Wenn plötzlich wegbricht, was „lebenswert“ gewesen ist, dann braucht es ein starkes inneres Fundament, um wieder Kraft zu schöpfen. Die erfolgreichsten Menschen sind solche, die dann nicht innerlich zerbrechen, sondern sich immer wieder selbst regenerieren und neu ausrichten können. Sie stehen nach einem Schicksalsschlag, der sie zu Boden drückt, früher oder später wieder auf, nehmen die Hilfe anderer an und arbeiten dann konsequent daran, ihre Situation zu verbessern.

In diesem Sinne einer der erfolgreichsten Menschen überhaupt war der Begründer der modernen Hypnose, Milton H. Erickson. Der US-Amerikaner, der eine besonders schwierige Kindheit hatte, wurde zu einem der berühmtesten Psychotherapeuten des 20. Jahrhunderts. Erickson war Sohn norwegischer Einwanderer und galt als Kind als entwicklungsverzögert. Er lernte erst spät das Sprechen, hatte Legasthenie, war schwerhörig und farbenblind. Sein Vater war ein armer Arbeiter und hatte noch acht weitere Kinder, so dass Erickson viel in der Familie mithelfen musste. Aber schon als kleiner Junge entwickelte er Techniken, um mit seinen Schwierigkeiten umzugehen. Die Legasthenie überwand er nach unermüdlichem Üben, indem er sich die Buchstaben vor seinem geistigen Auge vorstellte. Doch im Alter von 17 Jahren erkrankte Erickson an Polio und fiel infolgedessen sogar ins Koma. Mit 19 Jahren war er dann fast vollständig gelähmt. Das Einzige, was er noch etwas bewegen konnte, war der Rand eines seiner Augenlider.

Aber in dieser maximal verzweifelten Situation, als er nur noch minimale Handlungsmöglichkeiten hatte, zeigte sich, was Erickson zum erfolgreichen Menschen machte: Er gab sich nicht auf. Der junge Mann verbrachte viel Zeit damit, sich durch Augenbewegungen seiner Mutter mitzuteilen und gab keine Ruhe, bis es ihm gelang. Er konnte ihr unter großer Anstrengung verständlich machen, sie solle den Spiegel im Zimmer so platzieren, dass er vom Bett aus das Fenster sehen könne. Später sagte Erickson, dass er unter keinen Umständen sterben wollte, ohne noch einmal den Sonnenuntergang zu sehen. Er sollte noch viele Sonnenuntergänge sehen, denn der berühmte Psychotherapeut starb erst im Alter von 78 Jahren. Seine damalige Lähmung überwand er mit derselben Beharrlichkeit und Neugier, mit der er auch andere Dinge im Leben anging. Viele Menschen wären in einer Situation, in der sich Erickson damals befand, sicherlich verzweifelt. Der junge Mann verbrachte seine Tage in einem Schaukelstuhl nahe am Fenster und wünschte sich dabei von Herzen, draußen spazieren gehen zu können. Diese intensive Vorstellung führte dazu, dass sich der Schaukelstuhl leicht bewegte. Schon vor dem Ausbruch seiner Krankheit war Erickson an Hypnose interessiert gewesen, doch infolge seiner Erfahrungen während der Lähmung machte er viele geistige Übungen. Zum Beispiel betrachtete er stundenlang seine Hand und stellte sich vor, wie es sich anfühlen würde, damit Arbeiten zu verrichten. Bereits nach einigen Monaten konnte er sich erstaunlicherweise schon besser bewegen. Weitere selbstsuggestive Möglichkeiten setzte er für sich ein und studierte Psychologie, absolvierte seinen Doktor in Medizin und entwickelte Hypnose-Methoden, mit denen er hunderten Menschen persönlich und abertausenden durch sein Vorbild half.  

Erickson verstand, was echten Erfolg ausmacht und wie es gelingen kann selbst die größten Hürden zu überwinden. Selbst in den schlimmsten Krisen seiner Patient:innen fand er stets noch etwas Positives und unterstützte sie dabei, es mit Neugier und Beharrlichkeit zu erforschen und zu entwickeln. Auf diese Weise half er Menschen, die das Schicksal gebrochen hatte, wieder zurück ins Leben zu finden und es auch wieder zu genießen, neue Berufe zu erlernen, stabile Partnerschaften zu finden und Familien zu gründen. Wirklich erfolgreich im Leben sind also Menschen, die auch ihre inneren Kräfte entwickeln – und dafür ist es in keinem Alter zu spät. Das Gehirn ist das einzige Organ, das sich ein Leben lang erneuern und entwickeln kann und mentales Training sowie Hypnose-Coaching können dies unterstützen. Jeder Mensch ist einzigartig und in der Lage, erstaunliche und individuell passende Lösungen zu finden. Die Kraft hierfür stammt aus dem Unterbewusstsein: einer unerschöpflichen Quelle der Selbstheilung und Entwicklung.

Erfolg in diesem Sinne ist also in jedem Menschen bereits angelegt. Er will nur entdeckt werden.

Autor: Lars Gutzeit
Thema: Was haben erfolgreiche Menschen gemeinsam?
Webseite: https://deutsches-hypnoseinstitut.de

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