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Die Hypnoseanalyse ist eine wirksame Methode mit der effektiv tieferliegende Ursachen für körperliche, psychische, oder psychosomatische Beschwerden gefunden werden können. Die Ursache der Symptome von psychosomatischen Beschwerden ist dem Bewusstsein häufig nicht zugänglich, weil u.a. der kritische Faktor eine Lösung nicht zulässt oder nicht erkennt.

Es gibt drei wichtige Instanzen, welche bei der Hypnose eine Rolle spielen: das Bewusstsein, das Unterbewusstsein und der kritische Faktor. Diese drei Instanzen können mit einem Eisberg verglichen werden. 10% des Eisberges befinden sich sichtbar über der Wasseroberfläche, unter der Wasseroberfläche befinden sich unsichtbar 90 % des Eisberges, zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein liegt der kritische Faktor.

psychosomatische beschwerden

Wir werden zu 90 % vom Unterbewusstsein gesteuert. Das Unterbewusstsein hat jede Sekunde unseres Lebens abgespeichert (dies beginnt schon im Mutterleib), alle jemals erlebten Gefühle, Erfahrungen, Gelerntes, visuelle und akustische Eindrücke, Glaubenssätze, Gedanken, Überzeugungen, Haltungen, Gewohnheiten. Das Unterbewusstsein steuert zusätzlich das Nervensystem und körperliche Funktionen. Es hat ein enorm großes Potential, es ist sehr weise, da es einen unendlich großen Wissensspeicher hat, all unsere Lebenserfahrungen beherbergt, es kann Selbstheilungskräfte aktivieren, Ursachen für psychosomatische Beschwerden finden sowie stimmige Lösungen aufzeigen.

Der kritische Faktor ist ein Teil des Bewusstseins, er verhält sich wie ein Türsteher vor einem Club. Wenn der Türsteher den Auftrag hat in einem Rockerclub nur Rocker reinzulassen, dann wird er alles dafür tun, dass nur Rocker hineingelassen werden und keine Kapitäne. Der kritische Faktor prüft ob neue Informationen wie Glaubenssätze, Haltungen, Gewohnheiten, Überzeugungen mit den bestehenden übereinstimmen. „Kapitäne“ (neue Glaubenssätze) lässt er nicht rein. Wenn neue, hilfreichere Glaubenssätze, Haltungen, Überzeugungen Zugang finden sollen, dann muss der Türsteher (kritische Faktor) abgelenkt werden, das kann durch Hypnose erreicht werden.

Dies zeigt, dass es häufig schwierig ist, uns blockierende oder nachteilige Denk und Verhaltensmuster zu ändern, die Motivation ist vorhanden, jedoch die Umsetzung gelingt aufgrund des kritischen Faktors nicht. Widerstand und Abwehr werden in der Hypnose umgangen. Der kritische Faktor ist ein Produkt unserer Konditionierungen, denn wir Menschen sind konditionierte Wesen, wir lernen durch Erfahrungen. Auch irrationale Angst ist eine erlernte Angst.

Warum haben manche Menschen Angst ohne dass eine Gefahr besteht und das vielleicht über Jahre? Traumatische Erlebnisse stecken in der Zeit, in dem Alter, in der das Trauma erlebt wurde, im Körper (zellulär), im Unterbewusstsein und im Gehirn fest. Besonders im frühen Kindesalter gelangen kritische, abwertende, negative verbale oder nonverbale Botschaften (v.a. der Eltern), traumatische Erlebnisse, Konditionierungen direkt ungefiltert, unreflektiert, aufgrund fehlender Lebenserfahrungen, ins Unterbewusstsein und führen im Erwachsenenalter zu psychosomatischen Beschwerden.

Wenn ein Baby nachts plötzlich heftig erschreckt wird, es keinen Trost findet und sich hilflos und ängstlich fühlt, dann kann es zu einer Konditionierung der Art führen, dass das Baby lernt: Dunkelheit bedeutet Gefahr und ist mit Angst verbunden. Diese Angst wird ebenso im Körper abgespeichert. Ein Baby hat noch nicht gelernt, sich selbst zu beruhigen. Nun kann diese Erfahrung dazu führen, dass das Baby jede Nacht mit Angst aufschreckt, was im Lauf der Zeit wieder verschwindet. Viele Jahre später erlebt der Erwachsene plötzlich nachts immer wieder Panikattacken und er weiß nicht warum, da er körperlich gesund ist. Ursache dafür kann das Erlebnis des Babys sein, was im Erwachsenen durch eine Auslösesituation reaktiviert wurde und zu den erwähnten psychosomatischen Beschwerden führt. Die Ursache ist verdrängt, wird bewusst nicht erinnert. In der Hypnose kann jedoch die Ursache für die Angst gefunden, bearbeitet und integriert werden.

In meiner Praxis behandelte ich eine Patientin mit massiven Panikattacken und einer schweren Selbstwertproblematik. Die Panikattacken waren immer mit existentiellen Todesängsten verbunden. Die Ursache für ihre psychosomatischen Beschwerden lag in der vorgeburtlichen Zeit. In der Hypnose konnten wir herausfinden, wann sie das allererste Mal diese Todesangst erlebt hat. Sie fand sich im Mutterleib wieder, in der Zeit als sie einen Abtreibungsversuch überlebt hat. Dieses traumatische Erlebnis war mit Todesängsten und den Glaubenssätzen „Ich bin nicht wichtig, nicht liebenswert, nicht lebenswert, nicht richtig, ich darf nicht glücklich sein.“ sowie den dazu gehörenden körperlichen Reaktionen (Herzrasen, extreme Anspannung, Schweißausbrüche, Dissoziation) verbunden und steckte im Unterbewusstsein und im Gehirn aufgrund des Schocks fest.

In der hypnotherapeutischen Arbeit ist es wichtig direkt an der Ursache der psychosomatischen Beschwerde zu arbeiten, damit das Unterbewusstsein, das Gehirn und der Köper die Erfahrung machen, es ist vorbei. Denn das Unterbewusstsein hat kein Zeitgefühl, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft finden gleichzeitig statt. In der Hypnose können neue, heilende Erfahrungen erlebt werden, weil das Gehirn und das Unterbewusstsein über unsere Vorstellungskraft wichtige, hilfreichere Erfahrungen abspeichern können. Das Unterbewusstsein kommuniziert über Bilder, Metaphern, Symbole und Gefühle mit uns. Das traumatische Erlebnis wird in der Hypnose bearbeitet, neutralisiert und mit neuen, heilenden Erfahrungen und Emotionen überschrieben. Es können auch neue synaptische Verschaltungen im Gehirn stattfinden. Im Körper gebundene Traumaenergie kann sich entladen. Zerfallene Elemente (z.B. abgespaltene Erinnerungen, Gedanken oder Gefühle) können in der hypnotherapeutischen Arbeit wie Puzzleteile zusammengefügt und bewusst gemacht werden und als Ganzes integriert werden, was dazu führt, dass das Unterbewusstsein, der Körper und das Gehirn verstehen, es ist wirklich vorbei. Es gibt keinen Grund mehr z.B. für die Todesangst.

Wenn ein Mensch unter Depressionen leidet, handelt es sich vermutlich um eine ruhende Konditionierung oder ein verdrängtes Trauma, welches reaktiviert wurde. Hat die Konditionierung in der Schwangerschaft stattgefunden, kann es sich um die Gefühle der Mutter handeln, da der Embryo im Mutterleib mit der Mutter symbiotisch verbunden ist und Gefühle und Gedanken der Mutter wahrnehmen kann. In der Hypnose werden die Gefühle und Gedanken der Mutter herausgelöst und an die Mutter zurückgegeben. Ein heilendes Element ist Vergebensarbeit, welche auch in der Hypnose stattfindet.

So kann nach erfolgreicher hypnotherapeutischer Arbeit beim Patienten neuer Freiraum entstehen und Zugang für hilfreichere und heilende Gefühle und Glaubenssätze. Durch das Bewusstmachen von Zusammenhängen können symbiotische Verstrickungen gelöst, Blockaden überwunden, Selbstheilungskräfte aktiviert, vorteilhafte, positive Verhaltens- und Denkmuster etabliert werden, wodurch eine dauerhafte Befreiung von psychosomatischen Beschwerden erreicht werden kann.

In der Hypnoseanalyse werden folgende Erinnerungen aufgedeckt:

1. Das Ereignis, in dem die hinter dem Problem verdrängten Emotionen und die in dieser Situation entstandenen Glaubenssätze erstmalig aufgetreten sind.

2. Die Folgeereignisse, die zu einer Verstärkung der Glaubenssätze und der zugrundeliegenden Emotionen geführt haben und

3. das letzte kritische Ereignis, das häufig symptomauslösend wirkte.

Autor: Ute Schwiers-Mengis
Thema: Bewältigung von psychosomatischen Beschwerden durch Hypnose

Webseite: http://www.systemische-hypnosetherapie.de

 

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