Ratgeber Lifestyle

Umgangssprachlich kennen wir alle die Aussagen:

„Ich muss meine Mitte finden“, „Ich stehe heute völlig neben mir“ oder aber auch einfach nur, dass man „aus dem Gleichgewicht geraten ist“.

yoga-stehen-gleichgewicht

Dahinter steckt, wenn man richtig intensiv reinfühlt, die tiefe Sehnsucht nach einem ausgeglichenen Leben, nach Harmonie und Gleichmut.

Was genau verbirgt sich hinter dieser Sehnsucht?

Wie fühlt sich das Gleichgewicht an?

Als ich vor ein paar Jahren über einen möglichen Namen meiner Praxis nachgedacht habe und die Themen Ernährung und Entspannung vereint integrieren wollte, kam ich schnell auf den Namen „Praxis Gleich-Gewicht“.

Ich wollte einen Ort für alle Menschen schaffen, die ausgeglichen leben möchten, sei es um körperliche Gewichtsschwankungen zu vermeiden, ausgewogen zu essen, stressfrei zu genießen, aus dem Gefühl „neben sich zu stehen“ wieder ganz bei sich anzukommen.

Ich selbst bin sehr feinsinnig (hochsensibel) und arbeite auch überwiegend mit sehr sensiblen Menschen.

Am eigenen Leibe und aus Erfahrung durch meine tägliche Arbeit vermute ich, dass ein Gleichgewicht nur kurz- bis mittelfristig existiert.

Das Leben ist immer in Bewegung. Alles ist Schwingung. Und je nachdem, wie wir uns fühlen und was wir Bedeutung beimessen, verändert sich auch unsere Schwingung.

Wenn man das Gleichgewicht einmal kennengelernt und kultiviert hat, ist man bestrebt diesen Zustand möglichst immer wieder zu erreichen. Es ist meiner Anschauung und Definition nach tatsächlich ein „bei sich zu Hause sein“, ein in sich ruhen, egal was für Stürme des Alltags um einen herum wüten. Und wenn die Stürme doch an der eigenen Fassade kratzen, so hat man „Werkzeuge“, um die Risse wieder zu reparieren und zurück ins eigene Gleichgewicht zu kommen.

Diese Werkzeuge benutze und wende ich auch in meiner Praxis an:

Es ist das Entspannungstraining mit wundervollen Elementen aus dem Yoga, Qi Gong oder Reisen in die Welt der Fantasie. Es kann das autogene Training oder die progressive Muskelentspannung sein. Es ist achtsam, im Moment. Es kann voller Klang und Meditation sein.

Es ist Reiki, die universelle Energie mit der höchsten Form der Schwingung, die meinen Klienten einen Impuls zur Anregung der Selbstheilungskräfte geben kann.

Es können ausgleichende Ölmassagen sein oder aber auch eine verbesserte, typgerechte Ernährung, die das „Qi“, die Lebensenergie (wie sie in der Traditionell Chinesischen Medizin genannt wird) wieder ins Fließen bringen kann.

All diese Werkzeuge können der Seele einen Weg zurück ins Ich ebnen, ins Gleichgewicht, in den Moment.

„Tue deinem Körper Gutes, damit deine Seele Lust hat darin zu wohnen“ (Teresa von Avila).

Im Schamanismus geht man davon aus, dass sich durch Stress oder Traumata „Seelenanteile“ abspalten können, da sie sich (meiner Interpretation nach) nicht mehr zu Hause und sicher im Körper fühlen.

Jemand hat mir mal eine Geschichte erzählt, in der es um einen Indianer geht, der zum ersten Mal in seinem Leben in einen Zug steigt und von A nach B fährt. Es kann eine Fantasiereise gewesen sein; leider erinnere ich mich nicht mehr an die Quelle. Ich gebe es so wieder, wie ich es in meinem Herzen behalten habe:

Am Ziel angekommen steigt der Indianer langsam aus und setzt sich, nachdem der Zug weitergefahren ist, erstmal für einige Zeit neben die Gleise. Er wartet.

Passanten nehmen ihn wahr und wundern sich. Irgendwann fragt ihn einer der Passanten, warum er nun neben den Gleisen sitze. Daraufhin antwortet der Indianer:

„Ich warte darauf, dass meine Seele mir folgt. Sie war nicht so schnell wie der Zug.“

Wie häufig rennen wir im sogenannten Alltag schneller, als unsere Seele nachkommen kann?

Wir handeln im sogenannten „Autopiloten“.

Vielleicht ist in der Aussage „ich stehe neben mir“ genau das gesagt, was der Indianer erlebt hat.

Die Seele (das tiefste Selbst) steht neben dem Körper und möchte wieder liebevoll integriert werden.

Achtsamkeit kann den „Alltag“ bereichern.

Kennen Sie ZEN- buddhistische Gärten? Mönche, die stundenlang nichts anderes tun, als diese Gärten zu jäten?

Ganz achtsam und im Moment.

Nein, ich rate Ihnen nicht ein Mönch zu werden (außer Sie wollen das).

Ich möchte Sie einladen, sich in die folgenden Worte einzufühlen. Vielleicht ist ja etwas dabei, das mit Ihrer Schwingung in Resonanz geht und Ihnen hilft vom Autopiloten auszusteigen und sich wieder mehr selbst zu fühlen?

Versuchen Sie jeden Augenblick bewusst zu leben- und wenn Sie aus dem Gleichgewicht kommen, dann verbinden Sie sich über Ihren Atem wieder mit dem Augenblick und dem ganzen Universum.

Schneiden Sie mal eine Paprika ganz achtsam. Seien Sie in diesem Moment nur bei dieser Handlung und lassen Sie das Gedankenkarussell mal los.

Stellen Sie sich vor Sie sind der Himmel- und Ihre Gedanken sind einfach nur Wolken, die vorüberziehen dürfen.

Lassen Sie Ihrer Seele Raum zum Atmen und „da“ zu sein.

Finden Sie Momente der Achtsamkeit, wenn Sie in der Schlange an einer Kasse stehen oder wenn Sie sich in einer „roten Welle“ vor einer Ampel befinden.

Atmen Sie tief in den Bauch. Spüren Sie, wie Ihr Zwerchfell arbeitet, wie sich Ihr Bauch hebt und wieder senkt. Beobachten Sie das Wunderwerk Körper bei seiner Arbeit im Augenblick.

Entspannen Sie Ihren Kiefer, die Schultern und Ihre Kopfhaut.

Und versuchen Sie immer mal wieder nur wahrzunehmen: Nicht alles zu (be)- werten.

Gönnen Sie sich kleine Atem-Pausen: nehmen Sie bewusst wahr, so wie es ein Kind tun würde.

Dies kann das Entdecken der Schönheit einer Blume am Wegesrand sein, die grazile Art, wie sich eine Katze bewegt, der Anblick einer Mahlzeit, die wir mit Dankbarkeit zu uns nehmen.

Viele meiner Klienten haben verlernt zu genießen und essen dauernd „nebenbei“.

Achtsamkeit kann Ihnen beim Abnehmen und Gewichthalten helfen.

Ich habe kürzlich über die Tradition des Betens vor einer Mahlzeit nachgedacht und mir wurde bewusst, dass dies gelebte Achtsamkeit ist.

Niemand muss plötzlich religiös werden, wenn er dies nicht möchte.

Versuchen Sie einfach nur inne zu halten, bevor Sie essen. Nehmen Sie den Geruch wahr. Die verschiedenen Farben und dann natürlich die vielen unterschiedlichen Geschmäcker.

Nehmen Sie ganz bewusst wahr, wann Ihr Körper Ihnen das Signal schickt, dass er satt ist und beenden Sie dann Ihre Mahlzeit. Spüren Sie tiefe Dankbarkeit darüber.

Machen Sie aus dem Süßigkeiten- Essen doch mal eine Schokoladen- Meditation.

All dies und noch viel mehr versuche ich mit ganzem Herzen in meiner Praxis mit meinen Klienten zu üben, damit Sie mehr und mehr ins Gleich-Gewicht kommen.

Autor: Silvana Maibüchen
Thema: Ins Gleichgewicht kommen
Webseite: https://www.praxis-gleich-gewicht.de

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