Reinkarnationstherapie ist eine junge Disziplin im Bereich der Körper-/ Psychotherapie und Persönlichkeitsentwicklung, auch wenn das Thema Reinkarnation uns schon Jahrtausende begleitet.

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Bisher gehörte die Auseinandersetzung mit vergangenen Leben in der Bereich des Glaubens oder der „Esoterik“, wie man sagt, denn solide Erfahrungen sind rar. Dennoch ist die Ansicht, die Auseinandersetzung mit dem Thema Reinkarnation könne etwas zu der Frage nach dem Wesen der eigenen Persönlichkeit, zu der Frage: Wer bin ich denn eigentlich? Was ist mein Ich? beitragen, weit verbreitet.

Doch, wie sieht es aus? Kann ich mein Ich in vergangenen Leben finden? Verstehe ich in der Auseinandersetzung mit Inkarnationen, wie ich „wirklich“ bin und warum ich heute hier weile?

Diese Frage kann ich mit einem klaren „Jein“ beantworten. Die Reinkarnationstherapie oder besser gesagt die Inkarnationsarbeit, wie wir sie nennen, ist durchaus in der Lage, sich diesen Fragen zu nähern und ihnen auf den Grund zu gehen. Doch, so wie es von vielen erwartet wird, mit ein bis zwei Rückführungen kommt man dabei nicht weit.

Reinkarnationstherapie, Inkarnationsarbeit ist zunächst einmal das Erkennen, das Bewusstwerden von Persönlichkeitsstrukturen, die aus vergangenen Leben stammen und bis heute wirksam sind. Das ist das, was in Rückführungen angestrebt wird und stattfindet. Ich wecke die Erinnerung an Ereignisse aus früheren Leben. Ich aktiviere mein Bewusstsein für Strukturen aus früheren Zeiten und Lebenszusammenhängen. Ich kann mich heute an sie erinnern, weil sie Muster hinterlassen haben, die bis heute in mir vorhanden sind. Ich erlebe, dass Existenzen in mir Spuren hinterlassen haben, von denen ich bisher nichts wusste. Die meinem Bewusstsein bisher verborgen waren. Und ich erkenne darin Verhaltensweisen, Emotionen, körperliche Phänomene, an die ich bis heute gebunden bin.

Aber beantworten die Erinnerungen an vergangene Leben die Frage danach, wer ich heute bin? Diese Frage, und das ist für viele enttäuschend, kann ich ganz klar mit Nein beantworten. Ich tue es nicht leichtfertig, ich tue es vor dem Hintergrund tausender Rückführungserfahrungen und einer jahrzehntelangen Auseinandersetzungen damit.

Ein Mensch der eine Inkarnation erinnert, findet nicht sich in dieser Erinnerung, sondern Geschehnisse aus einer Zeit, die längst vorbei ist. Er erinnert sie heute, sie sind heute in ihm präsent, weil sie bis heute nicht erledigt sind, ihn belasten, prägen, sein Verhalten bestimmen, seine Gefühle determinieren, seine Haltung zur Welt bewirken. Die Prägungen aus Inkarnationen reichen einmal quer durch alle Bereiche des jetzigen Lebens. In der Berufswahl, der Partnerschaft, dem Essverhalten, körperlichen Beschwerden, dem Lebensgefühl, Vorlieben, unerklärlichen Probleme und, und, und… - ich könnte ewig aufzählen und käme nicht zum Ende – finden wir Anbindungen an Erlebnisse aus Inkarnationen / vergangenen Leben.

Doch sie alle sind nicht Ich. Sie ergeben auch in der Summe nicht das Ich eines Menschen. Im Gegenteil, sie behindern denjenigen, der bewusst im „Hier und Jetzt“ leben möchte, denn sie steuern ihn aus dem Unbewussten heraus. Sie täuschen Verhältnisse vor, die heute längst vergangen sind.

Ein kleines Beispiel zum besseren Verständnis. Ein Mann fühlt sich Zeit seines Lebens zu Partnerinnen hingezogen, die nicht größer als 150cm sind und dunkle Haare haben. Diese Vorliebe kommt (das erlebt er in einer Rückführung) aus einer Inkarnation, in der er eine wunderbare Mutter hatte, die jene Merkmale besaß. Sie starb früh, was für ihn einen riesigen Verlust darstellte. Mit seiner Vorliebe zu kleinen, dunkelhaarigen Frauen versucht er bis heute, diesen Verlust zu überwinden.

Ja? Verstehen Sie? Verstehen Sie, dass diese Suche ihn nicht näher zu sich selbst bringt, sondern immer weiter von sich weg? Dass mit jeder Inkarnationsanbindung eine neues Muster hinzukommt, in dem der Mensch nicht sein jetziges Leben lebt, sondern Versatzstücke aus der Vorzeit, die sein heutiges Dasein trüben und ihn nicht im Jetzt sein lassen?

Ein Mensch kann dann zu sich kommen und mehr und mehr er selbst werden, wenn er beginnt, die Muster aus vergangenen Leben zu erkennen, sie aus dem Unbewussten ins Licht der Erinnerung bringt, sich Klarheit darüber verschafft, wo diese Muster sein jetzige Leben beeinträchtigen und sich dann Stepp by Stepp von ihnen löst.

Das ist nicht mit ein, zwei Rückführungen getan. Die Frage nach dem „Ich“ ist eben eine, die es in sich hat. Ihre Beantwortung fordert Einsatz, Geduld, echtes Interesse an sich selbst. Doch, wenn man dran bleibt, hat man die Möglichkeit, das Ich zu finden. Es ist jenseits aller Inkarnationen, der eine sagt es ist das Nichts, das hinter allem steht, der andere nennt es die Bewusstheit, aus der alles hervorgeht oder auch das Wedernoch, das jenseits aller Bedingungen ist.

Selbst wenn Sie die Reise nicht bis dahin machen wollen, möchte ich Sie einladen, ein Stück des Weges zu gehen. Denn jede Inkarnation, jedes vergangene Leben, welches Sie verstehen und bewusst erleben, verschafft Ihnen ein Stück Freiheit von alten, unbewussten Mustern, die dem heutigen Leben im Weg stehen. Jede Inkarnationsanbindung, die Sie hinter sich lassen, bringt neue Möglichkeiten, ein paar Probleme weniger, einen Zuwachs an Bewusstsein und ein bisschen mehr Sie selbst. Es lohnt sich wirklich.

Autor: Frauke Teschler, Heilpraktikerin und Reinkarnationstherapeutin
Thema: Reinkarnationstherapie
Webseite: https://reinkarnationstherapie-online.de

Expertenprofil:

Beiträge Persönlichkeitsentwicklung

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