Stress ist ein bekanntes Thema. Es wird darüber viel geschrieben. Deshalb möchte ich hier nicht ganz so weit ausholen.

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Ich möchte Ihnen mit diesem Beitrag eher Tipps an die Hand geben, wie Sie im Alltag immer wieder zwischendurch entspannen und sich aber auch Energie zuführen können, sodass Sie eine Ausgewogenheit entwickeln zwischen Anspannung und Entspannung.

Stress gehört zu unserem Leben. Er macht uns erst krank, wenn wir nur noch Stress haben und es keine Erholungsphasen gibt.

Wir unterscheiden 2 Arten von Stress:

Es gibt den sog. Eustress, der uns bildlich gesprochen „Flügel“ verleiht. Dieser macht uns leistungsstark und er gibt uns die notwendige Motivation für unsere Arbeit und unsere Herausforderungen. Er fördert die Weiterentwicklung und spornt uns an. Es findet hier immer noch ein Ausgleich statt zwischen Anspannung und Entspannung. Wenn das noch gut funktioniert, dann ist der Stress positiv.

Wir fühlen uns wohl, die Arbeit und die Freizeit machen Spaß. Hier sind wir voller Energie und man kann gute Resultate erbringen. In diesem Stadium können wir noch abschalten und uns wieder regenerieren.

Probleme treten auf, wenn die Waage zwischen Anspannung und Entspannung nicht mehr in der Balance ist. Wir sprechen hier vom sog. Disstress. Hier herrscht nur noch die Anspannung. Dann sind wir überfordert, gereizt, planlos, die Leistung wird schlechter, Fehler treten auf und wir sind letztendlich krankheitsanfälliger.

Neben den beiden Entspannungsmethoden „Progressive Muskelentspannung“ und „Autogenem Training“, welche ich beide sehr empfehlen kann, gibt es viele Techniken, die leicht im Alltag auch zwischendurch umzusetzen sind.

Gerne möchte ich Ihnen ein paar Tipps an die Hand geben, für Ihre Zeit zum „Auftanken“ für zwischendurch!

Ihre Atmung ist Ihr wichtigstes „Lebensmittel“! 

Beim Einatmen nehmen Sie den so wichtigen Sauerstoff auf. Der Sauerstoff dringt in Ihre Lunge und in alle Zellen Ihres Körpers. Mit der Ausatmung können Sie alles loslassen, alle Giftstoffe und verbrauchte Stoffwechselprodukte strömen heraus und Stress und Unausgeglichenheit können abfallen.

Atmen Sie deshalb einmal ganz bewusst!

Ihr Atem ist das zentrale Instrument, mit dem Sie Ihre seelische und körperliche Verfassung steuern können.

Und noch etwas: Wenn Sie sich voll und ganz auf Ihre Atmung konzentrieren, sind Sie ganz bei sich selber.

Hier einmal zwei Atemübungen, die Sie immer mal wieder in Ihren Tagesablauf einbauen können.

Balanceübung:

Sie ermöglicht es Ihnen, innerhalb kurzer Zeit zur Ruhe zu kommen und zu Ihrer Mitte zu finden.

Setzen Sie sich dazu bequem auf einen Stuhl. Legen Sie den linken Fuß über Ihren rechten Fuß.  Strecken Sie nun beide Arme nach vorne und legen Sie das linke Handgelenk über das rechte Handgelenk. Falten Sie die Hände und klappen Sie die Arme nach oben um, bis vor den Brustkorb. Schließen Sie nun Ihre Augen. Konzentrieren Sie sich auf Ihre Atmung. Drücken Sie beim Einatmen Ihre Zunge an den oberen Gaumen und lassen Sie diese beim Ausatmen wieder los. Machen Sie jeweils nach der Einatmung eine kleine Pause und nach der Ausatmung eine längere Pause, bis der Reflex zur Einatmung kommt.

Sie spüren mit jedem Atemzug, wie Sie ruhiger und ruhiger werden!

Wenn Sie lieber eine Atemübung in der Bewegung machen möchten, dann wäre diese genau die richtige für Sie!

Gehen und Atmen

Der Atemvorgang ist ein Reflex, sie brauchen nicht darüber nachzudenken. Atmen Sie aber bewusst, hat das eine enorm positive Auswirkung auf Ihr ganzes System.

Nehmen Sie sich eine Auszeit und machen Sie einen kleinen Spaziergang.

Konzentrieren Sie sich auf Ihre Schritte und auf die Atmung.

4 Schritte einatmen und 4 Schritte ausatmen - atmen Sie dabei durch die Nase ein und aus und achten Sie darauf, dass die Abschnitte gleich lang sind.

Wenn Sie das eine Zeitlang geübt haben, können Sie dies noch erweitern, indem Sie 4 Schritte einatmen, 4 Schritte Luft anhalten, 4 Schritte ausatmen, 6 Schritte Luft anhalten.

Im Hier und Jetzt sein

In Alltag sind Ihre Gedanken oft bei dem, was war, und bei dem, was noch kommt; was noch alles erledigt werden muss, welche Termine einzuhalten sind, was Sie einkaufen und kochen sollen und vieles mehr. Es gilt vieles unter einen Hut zu bringen und manchmal rennen Sie von einem Termin zum anderen. Ganz oft vergessen Sie dabei vielleicht den Moment, vergessen einfach einmal im HIER und JETZT zu sein.

Setzen Sie sich doch zwischendurch einmal hin, schließen Sie die Augen und nehmen Sie ganz bewusst den Moment wahr!

Beginnen Sie dabei jeden Gedanken mit: „Ich bin mir bewusst…!“

Nehmen Sie bewusst wahr, wie Sie sitzen, wie Sie atmen und die Geräusche um Sie herum, sowie Ihre Emotionen!

Sie lernen, den Moment wahrzunehmen und das eigene Selbst zu erleben! Und so können sich Ihre „Batterien“ wieder aufladen!

Vielleicht kennen Sie aber auch diese Antriebslosigkeit. Gerade, wenn Sie viel Stress haben, sind irgendwann die Akkus leer. Was machen Sie, wenn bei Ihrem Handy der Akku leer ist? Genau, Sie laden diesen wieder auf!

Ich verrate Ihnen hier drei tolle Übungen, wie Sie Ihre „Akkus“ immer wieder aufladen können.

„Die Rückkehr des Chinesischen Frühlings“

Nehmen Sie einen tiefen Atemzug und gehen Sie beim Ausatmen leicht in die Knie. Die Füße stehen während der Übung fest am Boden. Entspannen Sie nun Ihre Muskeln und beginnen Sie aus den Knien heraus mit Ihrem ganzen Körper zu wippen.  Arme, Schultern und Ihr ganzer Körper sind locker und bewegen sich automatisch mit. Die Bewegung erfolgt nur aus den Knien heraus.

Machen Sie diese Übung ca. 2 Minuten lang oder zählen Sie innerlich bis 166.

Durch diese Übung wird Ihr Körper aufnahmefähig gemacht für neue Energie. Durch die schüttelnden Bewegungen können alle innerlichen Verklebungen des Bindegewebes und der Faszien gelöst werden. Die Durchblutung wird angeregt, das Immunsystem entgiftet und gestärkt.

Achtung! Diese Übung nicht anwenden in der Schwangerschaft und in den ersten Tagen der Regelblutung!

Klopfen Sie Ihre „Thymusdrüse“

Der Thymus ist ein wichtiges Organ für das Immunsystem. Hier werden die T-Zellen (Abwehrzellen) angeregt, die wichtig sind für die Immunabwehr.

Der Thymus liegt in der Mitte Ihres Brustbeines.

Wenn die Thymusdrüse gestärkt wird, trägt dies zu Ihrer Entspannung und zu mehr Ruhe und Gelassenheit bei.

Klopfen Sie mit vier Fingern einer Hand leicht auf die Mitte Ihres Brustkorbes. Sie können dabei lächeln oder sich auch positive stärkende Sätze sagen, um Ihr Unterbewusstsein auf Ihre Seite zu bringen, wie z.B.

„Ich bin ruhig und entspannt!“

„Ich sorge heute gut für mich!“

„Ich bin in meiner Mitte und kann loslassen!“

„Es geht mir gut und heute ist ein schöner Tag!“

Sorgen Sie für Klarheit im Kopf

Setzen Sie Ihre Fingerspitzen rechts und links des Scheitels an, wie beim Haarewaschen und klopfen Sie Ihren Kopf rhythmisch sanft ab. Wandern Sie dabei von vorn nach hinten und zur Seite.

Diese belebende Übung hilft, dass die Müdigkeit verschwindet und macht einen klaren Kopf.

Ich wünsche Ihnen gutes Gelingen mit den Übungen. Eines möchte ich Ihnen gerne noch mit auf den Weg geben:

Veränderung kommt nur durch das TUN!

Wenn Sie die Übungen regelmäßig anwenden, dann werden Sie schon nach kurzer Zeit eine Veränderung spüren. Sie werden ausgeglichener, entspannter und können besser mit all Ihren Herausforderungen umgehen.

Autor: Brigitte Ohde-Seidel, Praxis für Potenzialentfaltung
Thema: Stress! So laden Sie Ihre „Akkus“ wieder auf!
Webseite: https://www.brigitte-ohde.de

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