Ratgeber Lifestyle

- So vermeiden Sie gekonnt die typischen Fettnäpfchen im Business -

Benimm war noch nie out. Gerade heutzutage, wo immer mehr Menschen Interesse an guten Umgangsformen und gutes Benehmen haben, ist es um so wichtiger, die „Spielregeln“ im Umgang mit einander auch zu beherrschen. Das gute Benehmen fängt schon beim Respekt sich selbst gegenüber an. Respekt und Höflichkeit wird oft auch durch viele kleine Symbole ausgedrückt. Das fängt schon beim Grüßen des Busfahrer oder der Bäckereiverkäuferin am Morgen an.

janinepoetsch

Das Wort „Knigge“ wird oft fälschlicherweise mit Adolph Freiherr von Knigge in Verbindung gebracht. Knigge war aber kein Benimm-Onkel, sondern ein Trainer vom modernen Impressionsmanagement, welcher festgestellt hat, dass bestimmte „Regeln“ den Umgang miteinander erleichtert. In seinem berühmten Weg „Über den Umgang mit Menschen“ philosophiert er über den Umgang mit sich selbst, den Umgang mit anderen, den Umgang im Business und den Umgang im Privatleben. Es gibt sehr viele „Spielregeln“ für gutes Benehmen, die ein ganzes Buch füllen können. Ich möchte Ihnen wichtige Tipps zum Thema Business Knigge verraten. Gute Umgangsformen sind einfach der Türöffner zum Erfolg.

Weitere Informationen zu gutem Benehmen finden Sie auch in meinem Blog, in meinem Knigge E-Book oder beim Besuch einer meiner offenen Knigge Veranstaltungen.

Was zählt eigentlich wirklich zum guten Benehmen?

„Gutes Benehmen setzt nur Kenntnis der Umgangsformen voraus, echte Höflichkeit dagegen ein feines, zartes und gewohntes Gefühl des Wohlwollens gegenüber den Menschen.“ (Claude-Adrien Helvetius)

Zum Business gehören die Kenntnis der persönlichen Wirkungsmittel wie eine aufrechte Körperhaltung, die Kenntnis der allgemeinen Begrüßungsrituale inklusive dem oft komplizierten Thema vom Vorstellen und Bekannt machen, die Wahrung der Distanzzonen, ehrliches Interesse an unserem Gegenüber, die Kenntnis über Tischmanieren und Tischsitten und einer zum Anlass passende Garderobe.

Gute Manieren tragen entscheidend dazu bei, dass wir im Berufs- und Privatleben punkten. Wer die geheimen Spielregeln des guten Benehmens kennt, fühlt sich auch in unvorhergesehene Situationen in verschiedenen Gesellschaftsschichten wohl.

Steife Übertreibung ist aber nicht gefragt, denn das leben der Umgangsformen soll auch Spaß machen. Die Kenntnis und das ausüben von guten Umgangsformen sollte aber kein Selbstzweck sein, um nur bei bestimmten Personen oder in bestimmten Situationen zu punkten.

Knigge wollte immer, dass das gute Benehmen eine Herzenssache ist, weil wir vor Gott alle gleich sind, egal aus welcher Berufs- oder Gesellschaftsschicht wir kommen. Wer sich „parkettsicher“ benimmt, der hat einfach mehr Selbstbewusstsein und demjenigen fällt es auch leicht, kleine Fettnäpfchen –die jedem von uns passieren, mit Humor zu nehmen und daraus kein Drama zu machen.

Wie verhalte ich mich korrekt bei Geschäftsterminen?

„Wer die Gesellschaft nicht entbehren kann, sollte sich ihren Gebräuchen unterwerfen, weil sie mächtiger sind als er.“ (Knigge)

Der 1. Eindruck zählt, denn wir haben nur wenige Sekunden, um bei unserem Gegenüber zu punkten. Der erste Kontakt prägt den Gesamtverlauf einer geschäftlichen Beziehung enorm. Wählen Sie für beide Seiten einen passenden Tag, eine passende Uhrzeit und eine Lokation mit Wohlfühlcharakter. Gerade beim ersten Businesskontakt per Telefon ist das Thema Verständnis ein wichtiges und oft auch entscheidendes Zauberwort. Fragen Sie beim Telefon nach, ob das Gespräch jetzt kurz mit Ihnen sprechen kann. Falls nein, haben Sie bitte Verständnis, wenn der Gesprächspartner gerade eingebunden ist und fragen Sie höflich nach, wenn der besser erreichbar ist. Akzeptieren Sie auch ein „Nein“ als Absage.

Mein Tipp: Sprechen Sie Ihren Gesprächspartner möglichst 3x mit dem Namen an, das wirkt automatisch sympathisch. Grüßen Sie taktvoll, indem Sie sich erheben, falls Sie sitzen. Mit einem gutem Blickkontakt, einem verbindlichen Händedruck und einer positive Grundeinstellung erweisen Sie Ihren Gegenüber Respekt und Wertschätzung. Respekt können wir nicht erkennen, aber wir können Respekt im Verhalten erkennen. Beim Grüßen gilt auch, dass Sie die andere Hand nicht in der Hosentasche lassen.

Sicherlich fragen Sie sich jetzt, wer grüßt wen zuerst? Grundsätzlich gilt hier das Prinzip des Ranghöchsten. Also der Kunde ist König und wird zuerst begrüßt. Beachten Sie hier die Basisregel: Der Rangniedere grüßt immer zuerst. Selbst wenn einer Herr statt dem Chef zuerst die Chefsekretärin gegrüßt, wird dabei „locker“ hinweg gesehen und nicht auf den kleinen Fauxpas aufmerksam gemacht. Wenn Sie als „Verkäufer“ jedoch zum 1. Mal den Firmensitz Ihres Kunden betreten, gilt das Gastgeberprinzip. Der Gastgeber holt Sie persönlich am Eingang an, begrüßt sie und führt sie durch seine Räumlichkeiten.

Haben Sie sich zum Dinner oder Lunch verabredet, empfehle ich Ihnen unbedingt, sich nur auf sein Gegenüber und den Anlass zu konzentrieren und Handy und Co auszuschalten. Sympathisch wirken auch ähnliche Gesten , ein „echtes“ Lächeln und ein guter Blickkontakt.

Bestätigen Sie mündlich vereinbarte Termine noch einmal und planen Sie auch genügend Zeit für die Anreise ein. Ich nutze für meine Termine immer noch den guten alten Kalender, weil ich mir da die Termine einfach besser merken und meine Zeit zwischen verschiedenen Terminen so besser planen kann.

Wie kann ich durch meine Wirkung und meine Präsenz punkten?

Ein stilvolles Erscheinungsbild und eine gute Selbstpräsentation sind die Königsdisziplinen für unsere Präsenz und Wirkung im Business. Menschen, die auf uns kompetent, respektvoll, freundlich und stilvoll wirken, denen vertrauen wir gerne und mit diesen Menschen arbeiten wir sehr gerne zusammen.

„Wie Du kommst gegangen, so wirst Du auch empfangen“, sagte schon Carl Zuckermayr.

Mein Tipp – stellen Sie sich bei der Wahl Ihrer Kleidung immer die folgenden Fragen:

- Wirke ich, wie ich wirken möchte?
- Stimmt mein Selbstbild mit meinem Fremdbild überein?
- Welche Botschaften möchte ich durch die Wahl meiner Kleidung übermitteln?
- Passt die Kleidung zu meinem Image, meinem CI und zu mir als Persönlichkeit?

Wenn Sie die sechs Grundregeln im Styling im Business beachten und dazu eine zu Ihnen passende natürliche Körpersprache einsetzen, dann werden Sie auch jederzeit gekonnt wirken.

Die sechs Grundregeln im Styling

1) Angemessenheit, das heißt, dass Sie Ihre Kleidung passend zum Anlass auswählen und dabei den vorgegeben Dress Code beachten.

2) Klarheit, indem die gewählte Kleidung auch Ihre Persönlichkeit als Marke „Ich“ unterstreicht.

3) Wertigkeit, indem Sie die Klarheit passend zu Ihrer beruflichen Position und dem CI Ihres Unternehmens auswählen.

4) Modernität, denn sie müssen nicht jeden Trend mitmachen. Einige Schritte sind jedoch inzwischen wieder aus der Mode gekommen.

5) Wohlfühlgefühl, indem Sie Kleidung kaufen, die zu Ihrer Figur passt. Die darf auch gerne leicht körperbetont sitzen Kleidung sollte jedoch weder hauteng noch schlabbernd sitzen. Gute und hochwertige Materialien sind die Grundvoraussetzung, damit Sie sich den ganzen Tag in der Kleidung wohlfühlen. Ich empfehle immer die goldenen Regeln „Qualität statt Quantität“ und „Weniger ist oft mehr“.

6) Gepflegtheit, indem Sie auf saubere und gepflegte Schuhe achten sowie Ihre Kleidung auch regelmäßig einem TÜV beim Schneider unterziehen in Bezug auf Knöpfe, Nähte und Säume. Beachten Sie auch die allgemeinen Richtlinien: Ein Look wirkt immer strenger und formeller, wenn Sie dunklen Farben und wenig Accessoires tragen. Bei Damen wirkt eine Bluse immer oft kompetenter wie ein T-Shirt. Achten Sie auch auf die allgemeinen No-Go’s in Ihrer Branche.

Autor: Janine Katharina Pötsch
Thema: Die Grundlagen des guten Benehmens

Webseite: http://www.knigge-mit-stil.de

Autorenprofil Janine Katharina Pötsch:

Janine Katharina Pötsch ist Deutschlands frechste Expertin für Knigge, gutes Benehmen, Image und Persönlichkeit. Die Inhaberin von Gekonnt wirken – Ihr Auftritt zum Erfolg berät Privatkunden, Ihre Kompetenz optisch sichtbar zu machen, an Sichtbarkeit als Marke „Ich“ zu gewinnen und mit guten Umgangsformen zu punkten, um im privaten und beruflichen Rahmen bessere Erfolge zu erzielen. Als beliebte Trainerin für Stil und Etikette unterstützt Sie Firmenkunden dabei, Ihre Mitarbeiter zu Markenbotschaftern Ihres Unternehmens zu machen.

Dabei ist Sie vieles in einer Person: Visionärin, Querdenkerin, Trainerin und Unternehmerin. Sie ist ausgebildete Kauffrau, Farb- Stil- und Imageberaterin und sowie gelernte Visagistin. Es folgten Aus- und Fortbildungen im Bereich Kommunikation, Marketing, PR und Eventmanagement, wodurch Sie auch den Titel Dipl.-Kommunikationswirtin und Kommunikations-Trainerin erlangen konnte.

Weiterhin absolvierte Sie Ausbildungen zum Personal Coach, Profilpass Berater, zertifizierter Knigge Trainer und European Business Trainer. Dies sind nur die wichtigsten Stationen ihrer beruflichen Aus- und Fortbildungen. Denn Frau Pötsch liest für Ihr Leben gerne, bildet sich laufend aus – und weiter. Sie ist ein begeisterter Fan von Kunst, Kultur, Ballett, Oper und Theater.



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