Psychosomatik ist eine Wortzusammensetzung aus dem altgriechischen. Psyche bedeutet Seele und Soma bedeutet Körper.

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Die Psychosomatik beschreibt das Zusammenspiel, beziehungsweise die Wechselwirkung von Seele und Körper. In der Medizin wird von einer psychosomatischen Erkrankung gesprochen, wenn für die Symptome eines Leidens keine medizinischen, oder organischen Erklärungen gefunden werden können.

Was ist die Ursache für eine psychosomatische Erkrankung?

Oft steht Stress im Vordergrund. In der heutigen Zeit ist unser Leben schnelllebig. Wir hetzen von einem Termin zum anderen. Jeder um uns herum möchte zufrieden gestellt werden. Ihr Chef erwartet, dass die Arbeit schnell und fehlerfrei erledigt wird, Ihr Lebenspartner vertraut darauf, dass Sie heute pünktlich nach Hause kommen und auch die Kinder haben ihre Bedürfnisse die befriedigt werden wollen.

Unser Körper sendet einen stillen Alarm aus, den wir wahrnehmen, aber nicht unbedingt der Überforderung, dem Stress zuordnen. Oft gestehen wir uns diese Überforderung gar nicht ein. Die Bauch- oder Kopfschmerzen schieben wir auf den anstrengenden Tag oder das Wetter. Die Nackenverspannung haben wir, weil wir zu lange am Schreibtisch gesessen haben. Rücken-, oder Brustschmerzen…

Jetzt mache ich mir doch Sorgen. Brustschmerzen – könnte eventuell ein Herzinfarkt dahinterstecken?

Wir denken oft an medizinische Ursachen. Bis uns ein Arzt diagnostiziert, dass es einen seelischen Anlass hat. Das Herzrasen, der Brustschmerz, die Magen-Darmreizung oder die Schwindelanfälle, sind Warnungen unseres Körpers. Welche Möglichkeiten hätte er denn, um uns vor einer Überbelastung der Seele zu warnen oder zu schützen?

Wir sprechen oft über eine Last die uns auf den Schultern liegt, die uns auch mal von jemandem genommen wird. Haben Sie das schon mal erlebt, dann ist ihnen vielleicht auch aufgefallen, wie ihr Körper sich verhalten hat.  

Als die Last auf ihren Schultern lag, konnten Sie nicht so unbeschwert ihren Weg gehen. Sie haben sich Gedanken gemacht und versucht Lösungen für Probleme zu finden. Sie bewegten sich gebeugt und langsam. Der Rücken war krumm und die Schritte waren kurz und lahm. Als ihnen die Last abgenommen worden war, richteten Sie sich wieder auf und konnten positiv in die Zukunft schauen. Sie erhoben sich und konnten mit großen Schritten voranschreiten.

Dieses Beispiel zeigt eindrucksvoll, wie der Körper auf seelische Zustände reagiert. Ist die Seele krank, zeigt der Körper dieses an und je länger der Zustand andauert, umso stärker werden die Symptome, die uns irgendwann auch behindern, oder komplett aus dem Verkehr ziehen – zum Selbstschutz gewissermaßen.

Symptome von psychosomatischen Erkrankungen sind?

Es gibt viele Symptome die eine psychosomatische Erkrankung erkennen lassen.

Von Schmerzen können betroffen sein:

  • Kopf
  • Bauch
  • Rücken
  • Brust

Typische psychosomatische Beschwerden:

  • Verdauung – Reizdarm, Verstopfung, Durchfall
  • Tinnitus, Hörsturz, Ohrgeräusche
  • Schlafstörungen – Einschlaf und Durchschlafstörungen, Alpträume
  • Allergien – Atemnot, Heuschnupfen

Essstörungen, wie Magersucht und Ess-Brech-Sucht gehören auch zu den psychosomatischen Erkrankungen. Panikattacken, übermäßige Ermüdung, sexuelle Müdigkeit, Luftnot, Haarausfall etc. Die Fülle an Symptomen ist immens.

Wichtig! Fast jedes Merkmal einer Krankheit, kann psychosomatisch sein, vielleicht aber auch nicht.  

Bevor ich zu einem Psychologen gehe, muss ein Arzt organische, oder medizinische Ursachen ausschließen.

Welche Therapie könnte helfen?

Es kommt auf die Schwere der Erkrankung an. Bei einem leichten Verlauf, helfen manchmal schon kleinere Veränderung. Entspannungsübungen oder Atemtechniken helfen Ihnen der Seele ein bisschen den Druck zu nehmen – sie sozusagen mal in den Leerlauf zu bringen. Das reicht für viele Menschen schon aus, um Kraft für den Tag zu schöpfen.

Sportliche Aktivitäten sind auch gut geeignet einmal die Belastungen des Alltags hinter sich zu lassen. Der Körper wird belastet und die Seele kann für den Moment in Standby schalten. Die anschließende Dusche entschädigt für die schweißtreibende Belastung und ich fühle mich wohl.

Rituale helfen vielen Menschen sich durch den stressigen Alltag zu manövrieren. Das Einhalten von Essenszeiten und regelmäßigen Pausen zum Beispiel. Auch wenn das Telefon klingelt, muss ich mich nicht gleich überschlagen. Der Anrufer versucht es bestimmt später noch einmal. Dann habe ich Zeit für ihn und kann sein Anliegen entspannt und freundlich bearbeiten.

Falls solche Maßnahmen nicht zielführend sind, sollte ich nicht lange zaudern und einen Arzt aufsuchen. Wenn dieser keine körperlichen Ursachen findet, ist es angesagt, einen Psychologen hinzuziehen.

Ein Psychologe hat verschieden Herangehensweisen:

  • Gesprächstherapie
  • Verhaltenstherapie
  • Gestaltungstherapie
  • Systemische Konzepte (Familienaufstellung, Coaching)
  • Hypnose (hier gibt es unterschiedliche Techniken)

Nicht jede passt zu jedem. Da die Menschen individuell verschieden sind, braucht auch jeder sein eigenes Konzept. Schließlich weiß jeder selbst am besten was ihm hilft. In der ersten Sitzung wird dieses besprochen.  

Wenn die Sympathie zwischen Patient und Psychologe stimmt, ist es oft recht einfach eine Lösung für die Problematik zu finden und eine Heilung herbeizuführen.

Bei einer psychosomatischen Erkrankung wird oft auf Medikamente verzichtet. Nur selten werden vom Facharzt Psychopharmaka verschrieben.

Meine Erfahrungen!

Ich bin Heilpraktikerin für Psychotherapie und habe schon viele Patienten behandelt, denen eine schwere Last auf den Schultern lag. Sie waren sich dessen durchaus bewusst, wussten nur nicht, wie sie sich davon befreien können.  

Meine Patienten haben nach einigen Sitzungen verstanden auf ihren Körper zu hören. Sie tauschten das Wort „Problem“ gegen „Fähigkeiten“ um. Sie lernten, gewaltfreie Kommunikation und konnten damit Konflikten aus dem Weg gehen.  

Sie lernten es, ihren Mitmenschen gerecht zu werden ohne in Stress zu geraten.  Sie lernten ein Wort zu gebrauchen, das sie schon lange kannten. Nein

Wie bleibe ich gesund?

Hören Sie auf ihren Körper und schalten Sie gerne mal einen Gang zurück. Erlauben Sie sich auch mal ihre Bedürfnisse zu befriedigen. Achtsamkeit heißt nicht nur auf meine Lieben um mich herum zu achten, sondern auch auf mich selbst. Alles, was mich zufrieden macht, hält mich gesund.

Autor: Meike Hagel, Hagel Heilpraktikerin für Psychotherapie
Thema: Was ist Psychosomatik?
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