Unsere Leber leistet viel!

Die Leber ist Filter-, Entgiftungs-, Speicher- und Ausscheidungsorgan, steuert die wichtigsten Stoffwechselprozesse und ist eine unermüdliche Produktions- und Hormonfabrik.

artischoken

Was belastet unsere Leber?

Oft sind es äußere Einflüsse, die die Gesundheit der Leber bedrohen. Krankheitserreger wie Viren, aber auch Zellgifte wie Alkohol, Tabak (Nikotin wird vornehmlich in der Leber abgebaut), bestimmte Medikamente und Chemikalien oder der Verzehr von schimmelpilzbelasteten Nahrungsmitteln können dazu führen, dass das eigentlich enorm widerstandsfähige Organ nicht nur eine Funktionsstörung entwickelt, sondern dass es irreparabel geschädigt wird.

Kommen zur regelmäßigen Einnahme der Tabletten noch Bewegungsmangel, Stress oder zu wenig Schlaf hinzu, lässt die Leistungsfähigkeit der Leber über kurz oder lang immer mehr nach.

Diese Überlastung kann sich auch auf Prozesse in Schilddrüse, Nebennierenrinde, Gelenken oder an der Haut ungünstig auswirken. Erfahrungsgemäß bessern sich viele Erkrankungen, wenn die Entgiftungsfunktion der Leber gestärkt wird.

Aber auch überschüssige Pfunde sind schädlich für das Leber-Galle-System. Bei etwa 80 Prozent der Übergewichtigen und bei jedem zweiten Diabetiker ist die Leber „verfettet“, das heißt, sie haben eine Fettleber. Es droht eine Leberentzündung, die bis zur Leberzirrhose fortschreiten kann.

Die Leber ist nämlich nicht schmerzempfindlich und viele Krankheiten laufen im Verborgenen ab. Sie kann schon geschwächt sein, obwohl die Blutwerte noch intakt sind. Man merkt nur, dass man müde und ausgelaugt ist. Spätestens dann sollte man eigentlich immer eine gezielte Unterstützung der Leber ins Auge fassen.

Die Leber natürlich stärken

Ob Sie Ihrer Leber eine Bitterstoffkur mit Tees verordnen, ob Sie Schüßler-Salze oder Homöopathika einnehmen oder spritzen lassen, Sie Ausdauersport treiben, Ihre Ernährung lebergesund umstellen oder künftig auf Genussmittel wie Alkohol und Nikotin verzichten – jeder einzelne Schritt ist sinnvoll.

Belastete Leber durch falsche Ernährung

Versteckte Fette, zum Beispiel in Fertiggerichten, fettreichen Fleisch-, Wurst- oder Käsesorten, und zu viel raffinierter Zucker,  etwa in Softdrinks, Marmelade oder süßem Gebäck, muss die Leber verstoffwechseln. Das kann sie auf Dauer überfordern. Sie beginnt, Fette einzulagern – eine Fettleber entsteht (mindestens 20 Millionen Menschen in Deutschland leiden an einer Fettleber).

Viele von uns nehmen zu wenige Ballaststoffe auf, damit schaden sie ihrem Darm und ihrer Leber.

Denn Ballaststoffe haben – neben vielen anderen Vorzügen – auch die Fähigkeit, die Leber in ihrer Entgiftungsfunktion zu entlasten.

Die Leber belasten nicht nur versteckte Fette in den Nahrungsmitteln und zu viel Zucker, sondern auch künstliche Aromen und Zusatzstoffe beziehungsweise Konservierungsmittel.

Eine Änderung der Essgewohnheiten, um das Leber-Galle-System gezielt zu entlasten und seine Funktionsfähigkeit dauerhaft zu verbessern ist unabdingbar.

Welche Fette sind für unsere Leber sinnvoll?

olivenoel schale

Fett schützt uns vor Kälte, polstert unsere Organe gegenüber Stößen ab, transportiert die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K, liefert lebensnotwendige, mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die der Körper nicht selbst herstellen kann, und ist ein wichtiger Baustoff für Nerven, Gehirn- und Immunzellen.

Ungesättigte Fettsäuren, die meist pflanzlicher Herkunft sind, werden nur zu etwa 60 Prozent in Körperfett umgewandelt. Den Rest nutzt der Organismus als Baufett für die Zellen oder auch, um Hormone und Enzyme bereitzustellen, die den Fettstoffwechsel ankurbeln. Das gilt für einfach ungesättigte Fettsäuren, die etwa kalt gepresstes Olivenöl oder Avocado liefern, genauso wie für mehrfach ungesättigte Fettsäuren aus  Leinöl, Nüssen und Saaten.

Omega-3-Fettsäuren sind Gesundheitsfette erster Güte. Die Schutzstoffe für Gefäße, Herz und Kreislauf stecken vor allem im Leberfett von Seefisch wie Lachs, Makrele, Hering oder Thunfisch, aber auch in pflanzlichen Ölen wie Raps- und Leinöl.

Gemieden werden sollten gesättigte Fettsäuren und Transfettsäuren, die insbesondere z.B. in Butter, Butterschmalz, Sahne und fetter Wurst enthalten sind.

Welche Kohlenhydrate sind für die Leber sinnvoll ?

Besonders tückisch sind Kohlenhydrate, also Zucker. Auch hinter den Bezeichnungen Saccharose, Milchzucker, Glukosesirup, Malzextrakt oder Süßmolkepulver steckt einfach nur Zucker.

Eine Dose Cola oder Limonade (0,33l) enthält rund 14 Stück Würfelzucker, das sind 34 Gramm purer Zucker! Die Vorratskammern des Körpers für überzählige Kohlenhydrate, die Glykogenspeicher, befinden sich in der Leber. Diese Speicher sind ziemlich klein und machen dicht, wenn sie überfüllt sind.

Die Folge: Die Leber verarbeitet das Zuviel an Glukose kurzerhand zu Fett ! (der Hepatozyt kann bis zu 10% seines Eigengewichts an Glykogen einlagern, die Leber speichert demnach insgesamt maximal 100-150g!).

Gleichzeitig hemmt eine zuckerreiche Kost den Abbau gespeicherter Triglyzeride.

So kann es passieren, dass Nudeln, Kartoffeln oder Gummibärchen direkt in Fett umgewandelt werden, auch wenn sie eigentlich primär Kohlenhydrate enthalten.

Man sollte Lebensmitteln, die komplexe Kohlenhydrate enthalten, unbedingt den Vorzug geben. Idealerweise sind sie in Stärke und Ballaststoffe eingebunden, also zum Beispiel  in Hafer-, Dinkel-, Gersten- und Roggenflocken, Kleie, Kartoffeln, Vollkornbrot, -reis oder -nudeln, Salat, Obst und Gemüse.

Alternativen sind zuckerfreie Durstlöscher wie Mineralwasser, ungesüßte Früchtetees oder Saftschorlen im Mischungsverhältnis ein Drittel Saft zu zwei Drittel Wasser. Am besten trinken Sie pro Tag mindestens zwei Liter.

Dass künstliche Süßstoffe keine Lösung sind, ist inzwischen belegt. Durch den süßen Geschmack erwartet der Körper Zucker und stellt deshalb viel Insulin zur Verarbeitung bereit.

Süße Alternative

Johannisbrot (aus dem Reformhaus) – die süß schmeckende Frucht des Johannisbrotbaums – ist eine gute Alternative für Naschkatzen, die nicht auf Schokolade verzichten können. Der natürliche

Zuckergehalt und das karamellähnliche Aroma erinnern geschmacklich an Kakao. Im Unterschied zu Kakao ist Johannisbrot jedoch fettarm, ballaststoffreich und enthält zu dem reichlich Kalzium und Eisen. 

Ballaststoffe entlasten die Leber

Ballaststoffe sind als einzige Vitalstoffe nämlich in der Lage, Gifte im Darm zu binden. Auf diese Weise werden die Schadstoffe über den Stuhl nach draußen befördert. Wenn wir mit unserer Nahrung reichlich Ballaststoffe zu uns nehmen, wird die Leber effektiv entlastet, weil sie nun weniger entgiften muss. Auch die Gallensäuren im Darm werden von den Ballaststoffen gefangen und nach draußen geschleust. Als Folge muss die Leber neue Gallensäuren bilden und da sie hierfür viel Cholesterin benötigt, sinkt der Cholesterinspiegel im Blut (Ballaststoffe hemmen auch direkt die Cholesterinproduktion in der Leber).

Mit drei Scheiben Vollkornbrot, drei Kartoffeln, drei Portionen Gemüse (etwa 200 Gramm Brokkoli, eine Karotte, 100 Gramm Chicorée) und zwei Portionen Obst (zum Beispiel ein Apfel, 150 Gramm Beeren) pro Tag haben Sie Ihr Soll von 30 Gramm täglich bereits erreicht!

Wenn Sie bisher zu wenig Ballaststoffe gegessen haben und nun umstellen wollen oder müssen, sollten Sie die Ballaststoffe allmählich in Ihren Speiseplan aufnehmen. Sonst könnten Verdauungsprobleme Ihre guten Vorsätze zunichte machen. Auch hier gilt eine Trinkmenge von 2 Litern pro Tag.

Ersetzen Sie zum Beispiel zunächst die Frühstückssemmel durch ein Vollkornbrötchen oder eine Scheibe Vollkornbrot.

Zum Vergleich: 1 Scheibe Vollkornbrot (60 g) liefert 5,1 g Ballaststoffe. Eine Scheibe Weißbrot (60 g) ca. 1,7 g Ballaststoffe.

Im zweiten Schritt essen Sie einen Apfel anstelle des Schokoriegels als Zwischenmahlzeit. In einem nächsten Schritt ersetzen Sie dann die Weißmehlnudeln zum Mittagessen durch Vollkornreis oder Vollkornnudeln. Auch getrocknete Früchte oder Nüsse liefern reichlich Ballaststoffe.

Ballaststoffreiches Mittagessen

Die täglich aufgenommene Ballaststoffmenge lässt sich durch den Verzehr von mehr Gemüse steigern. Beispielsweise können Braten mit Gemüse gefüllt werden. Schneiden Sie eine Tasche in das Fleisch und füllen Sie je nach saisonalem Angebot z.B. Brokkoli oder passiertes Gemüse hinein.

Unter einen Hackfleischteig können Sie ebenfalls grob geraspeltes Gemüse (Paprika, Karotten…) mischen oder einen Hackbraten mit fein geschnittenem Lauch anreichern. Versuchen Sie einmal gekochten Roggen, Dinkel oder Grünkern als Beilage. Die Körner werden am Vorabend in Wasser eingeweicht (über Nacht abgedeckt im Kühlschrank quellen). Am nächsten Tag das Einweichwasser abgießen und die Körner in Gemüsebrühe in ca. 45–60 Minuten garen. Versuchen Sie, generell mehr Salat und Gemüse in Ihren Alltag einzuplanen. Essen Sie vor dem Mittagessen und dem Abendessen eine große Portion Salat oder Rohkost. Sie erhöhen nicht nur die Ballaststoffmenge, das Gemüse sorgt auch für eine angenehme Sättigung vor dem eigentlichen Essen.

Auch als Soßenbinder eignet sich Gemüse ideal. Garen Sie Zwiebeln, Karotten, Sellerie oder Kartoffeln mit und pürieren Sie das Gemüse anschließend. So können Sie sich Soßenbinder, Mehlschwitzen oder Stärkemehl sparen.

Bereiten Sie Gulasch oder Geschnetzeltes mit viel Gemüse zu. Rechnen Sie pro Portion 125 g fein geschnittenes Rindfleisch, 250 g Gemüse wie z.B. Paprika, Karotten, Tomaten, Zwiebeln, Zucchini oder Pilze hinzu. Ebenfalls wahre Ballaststoffbomben sind Hülsenfrüchte. Versuchen Sie, regelmäßig Hülsenfruchtgerichte wie Bohnen, Erbsen, Linsen usw. (z.B. als Suppen, Eintöpfe oder auch als Salate bzw. Aufstriche) einzuplanen.

Schonende und würzige Zubereitung für die Lebergesundheit!

Generell sollten die Speisen nicht zu stark gebraten, gegrillt oder gewürzt sein. „Fad“ brauchen

sie trotzdem nicht zu sein, zumal es eine Reihe von Gewürzen gibt, die nicht nur sehr gut schmecken, sondern auch leberstärkend und verdauungsfördernd wirken. Beispielsweise helfen Salbei oder Paprika, fette Speisen zu verdauen, Kümmel steigert die Gallensaftsekretion und fördert damit ebenfalls die Fettverdauung, und der bitterstoffhaltige Kurkuma (in jeder Currymischung enthalten) ist eines der klassischen Mittel zur Stärkung der Leber. Kurkuma sollte eher nach dem Kochen ins Essen gegeben werden, oder auch alternativ roh im täglichen Smoothie. Löffelkraut als Küchen- und Salatkraut aktiviert die Leber.

Hier noch ein Tipp von Prof. Hademar Bankhofer: Petersilie stärkt und unterstützt die Leber bei ihrer Entgiftungsarbeit über das Spurenelement Mangan, was Enzyme in der Leber aktiviert. Rosmarin als Gewürz in Speisen aktiviert Leber und Galle.

Dill kann nach der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) bei Lebererkrankungen Nässe und Feuchtigkeit auflösen und transformieren.

Prüfen Sie Ihr Gewürzregal und tauschen Sie Gewürze aus, die bereits älter als ein Jahr sind. Auch Gewürze können verderben, in jedem Fall ist der Geschmack und das Aroma nach einem Jahr deutlich schlechter als bei frischen Gewürzen.

Richtig einkaufen und kochen für eine gesunde Leber

Artischocken, Chicorée oder Rucola, aber auch ein Salat aus Löwenzahnblättern können ein erster Schritt auf dem Weg zur gesunden Leber sein.

Native, kalt gepresste Öle schmecken köstlich, sind besonders gesund und eignen sich vor allem zur Zubereitung von Salaten, Vorspeisen und Desserts. Werden kalt gepresstes Oliven-, Raps- oder Walnussöl erhitzt, gehen ihre wertvollen Inhaltsstoffe verloren, außerdem sind sie nicht hitzestabil genug. Deshalb verwenden Sie zum Braten und Backen besser raffinierte Pflanzenöle, deren Rauchpunkt über 160 Grad liegt. Damit ist die Temperatur gemeint, ab der das Öl zu verbrennen beginnt. Diese Temperatur sollte nicht überschritten werden, denn rauchendes Öl ist extrem gesundheitsschädlich (raucht doch einmal die Pfanne, das Fett unbedingt weggießen, die Pfanne säubern und neues Öl verwenden!). Geeignete raffinierte Öle sind Raps-, Oliven-, Soja-, Erdnuss- oder Maiskeimöl.

In der Regel wird gekochtes Gemüse besser vertragen als rohes. Falls kein frisches Gemüse zur Hand ist, können Sie gut auf Gemüse aus der Tiefkühltruhe ausweichen. Das Tiefkühlgemüse steht dem frischen an Vitaminen und Mineralstoffen oft in nichts nach. Probieren Sie auch mal Green Smoothies oder Gemüsesäfte ohne zugesetztes Salz. Betain - ein Stoff der in roter Bete (eingelegt), in frischen Spinat und Roggenmehl enthalten ist - fördert die Leberregeneration.

Bevorzugen Sie saisonale und einheimische Obstsorten, diese sind vitamin- und mineralstoffreicher, günstig im Einkauf und schonen gleichzeitig die Umwelt.

Nüsse sollten möglichst nicht gesalzen und geröstet sein. Besonders gut eignen sich Walnüsse, Paranüsse oder Haselnüsse. Nüsse können auch Salaten besonders leckere Noten verleihen. Gemahlen können Nüsse auch in Apfelmus, Kuchenteige oder Kartoffelbrei gegeben werden. Achten Sie bitte bei Nüssen auf gute Qualität, denn pilzbelastete Nüsse würden der Leber sicher nicht helfen.

Verwenden Sie aromatisch frische Kräuter, danach kommen tiefgefrorene Kräuter und schließlich getrocknete.

Oder mal weniger Fett!

Fettarme Zubereitungsarten sind das Garen im Römertopf, im Folienschlauch, im Dünster, im Dampfdrucktopf, in der Teflonpfanne oder auf dem Grill.

Der Einsatz von Löffeln zum Abmessen der Fettmenge beim Kochen ist eine gute Möglichkeit,

um Kochfett einzusparen. Gewöhnen Sie sich an, das Öl zum Kochen immer auf einem Löffel abzumessen. Faustregel:  1EL Öl reicht für 2 Portionen Fleisch, Gemüse oder Salat zur Zubereitung.

Lassen Sie die Suppe oder Soße abkühlen und heben Sie das fest gewordene Fett ab. Heißes Fett lässt sich ebenso mit einer ungefärbten Papierserviette oder einem Küchenkrepp entfernen. Ziehen Sie die Serviette oder das Küchenkrepp über die heiße Suppe oder Soße.

Fettarmer Brotbelag: Haben Sie schon einmal Gemüse oder Kräuter (z.B. fruchtige Tomatenscheiben mit Basilikum bestreut) als alternativen, fettarmen Brotbelag gekostet? Sie machen satt, schmecken gut und eignen sich im Sommer hervorragend für ein leckeres Abendessen auf der Terrasse. Lassen Sie sich Ihre Lieblingssalami an der Wursttheke hauchdünn aufschneiden. So haben Sie den gewohnten Geschmack, aber deutlich weniger Kalorien und Fett auf dem Brot.

Greifen Sie möglichst selten auf Fertigprodukte zurück, sondern geben Sie, wann immer es geht, frischen Lebensmitteln den Vorzug. 

Heilfasten – erholsame Pause für die Leber

Früher hat man mindestens einmal im Jahr eine Fastenkur eingelegt, was sich zeitlich anscheinend nicht mehr in unseren hektischen Alltag mit einplanen lässt. Heilfasten ist eine der effektivsten Methoden, den Organismus einer umfassenden Entschlackungs- und Entgiftungskur zu unterziehen und damit auch die Leber effektiv zu revitalisieren.

Starke Helfer: Probiotika

Starke Helfer für einen gesunden Darm sind Probiotika. So werden lebende Mikroorganismen bezeichnet, die sich in Dünn- und Dickdarm ansiedeln, wenn sie oral eingenommen werden.

Aber auch die Leber scheint von einer Probiotika-Behandlung zu profitieren. Schon länger vermuten Forscher, dass eine gestörte Darmflora zu tief greifenden Veränderungen führt, die unter anderem der Entstehung von Übergewicht und einer nicht-alkoholischen Fettleber Vorschub leisten.

Die wichtigsten Schüßler-Salze

Sie können die Salze vorbeugend als alleinige Maßnahme über einen Zeitraum von vier Wochen einnehmen:

  • zwei Tabletten des Salzes Nr.10 vor dem Frühstück, regen den Stoffwechsel an und fördern generell die Ausscheidung.
  • zwei Tabletten des Salzes Nr. 6 vor dem Mittagessen unterstützen die Entgiftungsfunktion der Leber.
  • zwei Tabletten des Salzes Nr. 12 vor dem Schlafen gehen regen den Gallefluss an und  wirken reinigend und entgiftend.

Sie erhöhen den Effekt, wenn Sie zusätzlich abends einen Heublumensack (Lebergegend) auflegen. Achten Sie darauf, dass Sie während der Behandlung mit Schüßler-Salzen viel trinken.

Mikronährstoffe helfen Leber

L-Glutathion ist wesentlich an der Entgiftung toxischer Stoffwechselprodukte beteiligt. Glutathion ist ein sehr wichtiges intrazelluläres Antioxidans. Hohe Konzentrationen enthalten Keime und Sprossen, Spargel, Hefe und Fleisch. Lagerung, Verarbeitung und Erhitzen zerstören jedoch den Vitalstoff.

Lecitin ist ein wesentlicher Bestandteil aller Zellmembranen und unterstützt die Enzymaktivität der Leber bei Entgiftung von Alkohol, Umweltgiften und Medikamenten. Lecithine zählen zu den Phospholipiden und sind in höheren Mengen in Sojaprodukten und Eigelb enthalten.

Schwarzkümmelöl stärkt die endogenen antioxidativen Schutzsysteme der Leber.

Alpha-Liponsäure ist nicht nur ein universeller Antioxidant, sondern wird auch zur Ausleitung von Schwermetallen eingesetzt. Da Alpha-Liponsäure insbesondere in Geweben mit hoher Mitochondrienanzahl und intensivem Energiestoffwechsel enthalten ist, liefern dementsprechend auch tierische Produkte wie Leber, Herz und Niere nennenswerte Mengen. Pflanzliche Lieferanten für Alpha-Liponsäure sind Spinat, Brokkoli und Tomaten. Auch Hefe gilt als eine gute Quelle für diese Fettsäure.

Chronischer Alkoholkonsum beeinträchtigt den Stoffwechsel von Magnesium und fast aller Vitamine. Der Vitamin-B6-Metabolismus scheint dabei besonders betroffen zu sein. Als Vitamin-B6-reich gelten Fleisch, Fisch, Vollkornerzeugnisse, Hülsenfürchte, Nüsse und Kartoffeln. Durch die Lebensmittelverarbeitung und Speisenzubereitung kann der Vitamin B6-Gehalt der Ernährung teils stark abfallen.

Vitamin B13, hat eine leberzellregenrierende Wirkung und kommt in Schafs- und Ziegemilch vor.

Zink wird bei Leberträgheit eingesetzt und ist Baustein von ca. 80 Enzymen und kommt in Fleisch, Leber, Haferflocken, Linsen, Erbsen, Weißkohl und weiße Bohnen vor.

Das hat man früher schon gewusst!

Hippokrates, Paracelsus, Hildegard von Bingen, Pfarrer Kneipp oder auch Maria Treben, sie alle kannten Wege, die Funktion der Leber und damit die Gesundheit nachhaltig zu verbessern.

Hildegard von Bingen war sehr von den Edelkastanien (Früchte und Mehl) überzeugt, aber auch von süßen Mandeln (keine Bittermandeln) und Weinessig.

Pfarrer Kneipp hingegen benutzte Erdbeeren eingekocht bei Leberleiden, Wacholderbeeren in auf- und absteigender Kur, Tausendguldenkraut, Salbei, Wegwart und Wermut - das Pulver ein- oder zweimal am Tag (den Inhalt der beiden Finger auf den ersten Löffel Suppe oder wie Pfeffer an eine Speise).

Maria Treben setzte auf Bärlapp, Spitzwegerich, Odermennig mit Labkraut und Waldmeister, Salbei Sauerklee, Schafgarbe und Schöllkraut (homöopathisch) bei Störungen und Erkrankungen der Leber.

Über die Geschmacksknospen der Zunge beeinflussen die Bitterstoffe die Verdauungsdrüsen, indem sie diese reflektorisch zu einer verstärkten Sekretion von Verdauungssäften anregen.

Für diese Reaktionen muss das Bittere auf der Zunge geschmeckt werden, deshalb entfalten Bitterstoffe ihre gesundheitsfördernden Wirkungen besonders gut, wenn sie als Tinktur oder Tee eingenommen werden.

Setzen Sie dem Tee zum Beispiel frische oder getrocknete Pfefferminzblätter oder geschnittene, getrocknete Pomeranzenschalen (im Reformhaus oder in der Apotheke erhältlich) zu, lässt sich das Bittere deutlich abschwächen.

Natürlich aus der Natur

Die Mariendistel – der Star unter den Leberpflanzen

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Wenn Sie Ihre Leber gezielt in ihrer Entgiftungs- und Stoffwechselfunktion unterstützen möchten, geht an der Mariendistel kein Weg vorbei. Dank ihrer Inhaltsstoffe hat sie sowohl eine leberschützende Wirkung (Silymarin) als auch einen anregenden Effekt auf die Gallenproduktion (Bitterstoffe!), wodurch die Leber mehr Gallenflüssigkeit abgibt.

Silymarin kann das Eindringen von toxischen Verbindungen in die Hepatozyten durch sein Anbinden an Membranproteine verhindert und somit die Regenerationsfähigkeit der noch gesunden Leberzellen erhöhen, sowie die Reparation bereits eingetretener Schäden vorantreiben.

Nach der TCM kann die Mariendistel Yin tonisieren, Hitze eliminieren, Toxine ausleiten sowie Nässe und Feuchtigkeit ausleiten.

Entgiften mit Löwenzahn

Vor allem aber gilt der Löwenzahn als eine der wichtigsten Heilpflanzen zur Stärkung der Leber, zudem steigert die Heilpflanze die Entgiftungsleistung. Auch im Rahmen einer Entsäuerungskur zur Regulierung des Säure-Basen-Haushalts spielt der Löwenzahn eine bedeutende Rolle, denn er gehört zu den wichtigsten basischen Lebensmitteln. 

Artischocke zum Leberschutz

Die Erfahrung hatte gezeigt, dass sich leber- und gallenbedingte Beschwerden durch den regelmäßigen Genuss von Artischocken-Aufgüssen besserten und das besonders fetthaltige Speisen weniger Verdauungsprobleme bereiteten, wenn man gekochtes Artischockengemüse dazu servierte, da die Artischocke neben der choleretischen Wirkung auch leberschützende und lipidsenkende Eigenschaften hat.

Artischocken verbessern zudem die Durchblutung der Leber und regen dadurch die Zellteilung an, die für die Entstehung von neuen Leberzellen notwendig ist und bremsen die Neubildung von Cholesterin in der Leber und helfen so, einen normalen Cholesterinspiegel im Blut zu halten oder wieder zu erreichen. Sie schützt durch eine antioxidative Wirkung gegen viele zelltoxische Substanzen. Nach der TCM kann die Artischocke Nahrungsretentionen auflösen.

Auch bei Apotheker M. Pahlow, stehen der Löwenzahn, die Mariendistel, das Schöllkraut (homöopathisch), die Wegwarte, die Artischocke, die Zitwerwurzel und der Meisterwurz hoch im Kurs. Nach der TCM wird der Meisterwurz bei schlecht entgiftender Leber eingesetzt, weil er das Qi regulieren und bewegen kann.

Tees oder Tinktur in der Apotheke mischen lassen

Lassen Sie sich die Tees in der Apotheke zusammenstellen. Dann können Sie sicher sein, dass es sich um die richtigen frischen, schadstofffreien Pflanzenteile handelt. Als Alternative zu den Tees kann Ihnen der Apotheker auch Leber- Gallentropfen aus je 40 Milliliter Mariendistel-, Pfefferminz-, Wermut-, Löwenzahn- und Pomeranzentinktur mischen. Nehmen Sie davon dreimal täglich 15 Tropfen mit einem Esslöffel warmem Wasser ein.

Nachdem Tees im Allgemeinen immer sehr „dunkel“ zubereitet werden, hier noch ein Tipp: was man mit zwei Finger an Kräutern greifen kann für eine Tasse Tee und mit drei Fingern für eine Kanne. Machen Sie mit Tees eine Kur von 2 – 4 Wochen, denn auch Tees muss die Leber entgiften!

Fazit

Eine moderate Gewichtsreduktion ist sicher sinnvoll. Dies sollte aber nicht in Form einer „Crashkur“ herbeigeführt werden, sondern eher sanft, also mithilfe einer dauerhaften Ernährungsumstellung geschehen. Wer den Verzehr von Fetten, Zucker und künstlichen Nahrungsmitteln reduziert, ist schon auf dem richtigen Weg.

Frisches Obst und Gemüse der Saison, mageres Fleisch und magerer Fisch, frische Lebensmittel tun dem ganzen Organismus dauerhaft gut. Wenn man außerdem für ausreichend Schlaf und Bewegung (wer schwitzt, scheidet Schadstoffe über die Haut aus, diese Schadstoffe müssen nicht mehr über die Leber abgebaut werden) sorgt und auf Alkohol und Nikotin verzichtet oder den Konsum wenigstens einschränkt, wird man schon bald merken, wie die Energie zurückkehrt.

In meiner Praxis

Ein Blick ins Auge (Augendiagnose) verrät schon viel. Mit dem bioregulatorischen Injektionskonzept wird die Leber über Reflexzonen gestärkt. Mit der Mikroakupunktur - auch mittels Softlaser - kann man auf Fernpunkte der Leber einwirken und mit der Neuraltherapie Störfelder beseitigen.

Autor: Bernd Hecht
Thema: Welche Lebensmittel helfen der Leber
Webseite: https://www.naturheilpraxis-hb.de

Autorenprofil Bernd Hecht:

bernd hecht

Heilpraktiker in Cadolzburg . Neuraltherapeut Sanjo-Therapeut Reha- und Gesundheitstrainer Mikroakupunktur Augendiagnose Pflanzenheilkunde BRIK

Büchernachweis:

  • Hildegard von Bingen: Kochen für Leib und Seele
  • Pfarrer Kneipp: Haus-Apotheke
  • Maria Treben: Gesundheit aus der Apotheke Gottes
  • Prof. Hademar Bankhofer: Kräuterbuch für die Gesundheit
  • Ulrike von Blarer Zalokar und Peter von Blarer: Westliche Heilkräuter und Chinesische Medizin
  • Apotheker M. Pahlow: Das große Buch der Heilpflanzen
  • Buchta Sönnichsen: Das Physikum
  • Andreas Krauth: Vitamine und Mineralstoffe in der Praxis
  • Christina Schmidbauer: Mikronährstoff-Coach
  • Elvira Bierbach: Naturheilpraxis Heute
  • Sven-David Müller, Christiane Weißenberger: Köstlich essen für Leber Galle
  • Dr. Nicole Schaenzler: Leber & Galle entgiften und natürlich stärken

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