Aufgeschlossene Menschen sind zugänglich, neugierig, lassen sich gerne unvoreingenommen auf andere Menschen ein, sind interessiert, experimentierfreudig und wissbegierig.

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Sie haben eine geistige Wachheit im Sinne einer Offenheit für fremde, andersartige Gedanken- und Lebenswelten, haben Freude an der achtsamen, toleranten, konstruktiven eigenen Auseinandersetzung hiermit. Sie nehmen die Gefühle anderer und ihre eigenen deutlich wahr und zeigen einen respektvollen Umgang mit ihrem Gegenüber.

Bei Persönlichkeitstests gehört Aufgeschlossenheit entsprechend dem „Big Five Prinzip“ neben Gewissenhaftigkeit, Neurotizismus, Verträglichkeit und Extraversion zu den fünf Hauptkriterien einer Persönlichkeit. Hohe Werte für Aufgeschlossenheit werden bei diesen Tests selten gefunden und daher sind bei Personalauswahlverfahren Bewerber mit entsprechend höheren Werten bevorzugt, da ihnen dann eine gewisse Originalität, Offenheit für innovative Ideen und ein achtsamer Umgang mit Mitarbeitern zugesagt werden.

Die Synonyme für „Aufgeschlossen“ verdeutlichen dies: hier finden sich Begriffe wie weltoffen-empfänglich-rezeptiv-zugänglich-aufnehmend-unvoreingenommen-ergebnissoffen-wohlwollend ….

Was kann es uns schwer machen, aufgeschlossen zu sein?

Unbekanntes schreckt uns vielleicht eher ab, verunsichert oder man hat –aus welchen Gründen auch immer- schlichtweg keine Lust darauf - und dabei kann das Unbekannte etwas ganz Einfaches sein, z.b. anstatt wie normalerweise Krimis einen Roman zu lesen oder neben der Stammkneipe ein neues Restaurant auszuprobieren.

Wenn wir glauben oder das Gefühl haben, uns schützen zu müssen, sagen wir zu Unbekanntem, Neuem eher direkt Nein, sind voreingenommen oder negativ gepolt.

Vielleicht würden wir uns ja auch gerne öffnen, aufgeschlossen sein, aber „Irgendetwas“ hält einen davon ab und bewirkt in einem eher Ablehnung statt Freude an wohlwollend -kritischer, offener Auseinandersetzung mit Themen und Menschen.

All dies kann dazu führen, dass man in seinen festen Strukturen verharrt, nach außen hin verschlossen, desinteressiert, vielleicht sogar abweisend wirkt, sich selbst so manche Chance verbaut, sich in vielerlei Hinsicht unausgefüllt und einsam fühlt.

Wenn Sie das kennen, würden Sie es ändern wollen?

Sind Sie aufgeschlossen, eine bestimmte vielleicht für Sie neue Sichtweise auf Ihre Gedanken- und Verhaltensmuster, die Sie täglich steuern und eine von Ihnen gewollte Aufgeschlossenheit verhindern, zu erhalten?

Sind Sie wissbegierig und wollen erfahren, wo die eigentlichen Ursachen dieser Muster liegen und möchten vor allem die Möglichkeit erhalten, die Sie negativ beeinflussenden Muster und deren Folgen nachhaltig lösen zu können und hierdurch -wenn Sie möchten- insgesamt aufgeschlossener zu werden?

Wir alle kennen das: wir erleben etwas- und das muss gar nichts Dramatisches, sondern kann auch eine augenscheinliche Lappalie sein, aber manchmal können wir in diesem Moment bewusst oder unbewusst damit nicht so umgehen, darauf nicht so reagieren, wie wir es eigentlich bräuchten. In diesem Augenblick blenden wir den „nicht zum Zug gekommenen Teil“ aus und es bilden sich bei uns ganz individuell Glaubensmuster, die von da an unsere Gefühle, Gedanken und unser Verhalten prägen, und uns ständig -meist unbewusst -entsprechend Denken, Handeln und Fühlen lassen.

Das Spannende hierbei ist, dass unser Denken, Fühlen und Verhalten mit all seinen Konsequenzen oft erst dann Sinn machen, wenn der Zusammenhang zwischen diesen und dem dazu gehörigen, ursächlichen Ereignisses herauskristallisiert werden konnte.

Ein Beispiel:  Drei Menschen fallen in derselben Art und Weise vom Fahrrad- der eine bräuchte in dem Moment jemanden, der ihm einfach hilft aufzustehen- ist jedoch niemand zur Stelle, entwickelt er vielleicht einen Glaubenssatz wie “ich muss alles alleine machen“.

Der andere möchte am liebsten einen Moment sitzen bleiben, seinen Gefühlen Ausdruck verleihen können, aber dafür hat niemand Gehör oder die Zeit hierfür fehlt.  Sein Glaubenssatz könnte lauten „mir hört ja eh niemand zu“ oder „keine Zeit für Extras“.

Und der Dritte? Er sieht den Sturz als Bedrohung seiner Existenz an und denkt von da an beispielsweise „nichts ist sicher“ ….

Wie könnte jemand mit seinem meist unbewussten Leitsatz „ich muss alles alleine machen“ noch die Kapazität haben, aufgeschlossen gegenüber noch mehr Menschen und Dingen zu sein, wenn er doch bei allem „alles alleine machen müssen““ schon komplett be- wenn nicht sogar überlastet ist?

„Mir hört ja eh niemand zu“… warum sollte dieser dann aufgeschlossen gegenüber anderen sein und ihnen zuhören und - da es „keine Zeit für Extras“ gibt, wo sollte dann die Zeit für andere Themen hergenommen werden?

Naja und „wenn nichts sicher ist“?  Wie kann derjenige wirklich gegenüber Ungewohntem, Neuem, anderen Kulturen etc. aufgeschlossen sein, muss er doch immer aufpassen, dass nichts und niemand ihm etwas zu Leide tut.

Was könnte nun der Weg hin zu mehr Aufgeschlossenheit sein?

Aus meiner Erfahrung heraus geht es um die zwei Schritte: Erkennen + Integrieren=Veränderung.

Erkennen: Sie finden Ihren Leitsatz/ Glaubenssatz heraus und lassen sich – entweder selbst oder mit Anleitung- über diesen und Ihr System mit all seinen Ebenen ihres Daseins, d.h. von der Bewusstseins- über die Emotional- bis zur Reflexebene zu dem Moment hinführen, wo dieser Leitsatz seinen Ursprung hatte. Hierbei muss man nicht analytisch seinen Lebensweg durchforsten, denn unser eigenes System hat alle Informationen zu Ihrer Frage nach dem „Woher“ bis in die Zellen abgespeichert und somit die Antwort für sie parat.

Übrigens: Ihre Symptome oder zu Konflikten führenden Verhaltensweisen sind eigentlich wie der/die beste Freund/in zu sehen: sie fordern uns, sind ungemütlich, weil sie daran interessiert sind, dass wir das eigentlich allem zu Grunde liegende Thema erkennen und wirklich lösen. Ist dies geschehen, können sie ihre Wegweiserfunktion aufgeben und sich auflösen.

Hierzu dient der zweite Schritt: Nachdem Sie das ihrem Glaubens – und Verhaltensmuster zu Grunde liegende, ursprüngliche Geschehen erkannt haben ist nun die Frage: welcher hierbei ausgeblendete Teil ist für Sie ganz persönlich heute noch so relevant, dass er Sie in Ihrem Verhaltensmuster täglich bestätigt und den es- um eine nachhaltige Lösung zu erzielen, zu re-integrieren gilt? Auch dieser Teil ist freundlich: mittels Ihres Systems von der Bewusstseins- bis zur Reflexebene zeigt er sich Ihnen nicht nur, sondern weist Ihnen auch den für ihn richtigen Weg, um sich bei ihnen re- integrieren zu können, denn nichts anderes als das möchte er ja!

Was hat das nun alles mit dem Thema „aufgeschlossen sein“ zu tun?

Wenn Ihr Be- und Unterbewusstsein die Erfahrung machen konnte, dass es jetzt keinen Grund mehr für das bisherige Sie beeinträchtigende Verhaltensmuster gibt, kann es dieses loslassen und damit ist Veränderung möglich:

Sie können freier entscheiden, wo, wann und in welchem Kontext Sie aufgeschlossen sein möchten. Die bis jetzt aufgebrachte Energie, Ihren hinderlichen Verhaltensmustern und den entsprechenden Folgen gerecht zu werden, steht Ihnen nun frei zur Verfügung.

Ihre Umwelt erlebt Sie anders und Sie diese vielleicht auch auf eine neue Art- DIE Chance, aufgeschlossen aufeinander zuzugehen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Freude, aufgeschlossen das Leben zu er-leben.

Autor: Dr. Amelie Sanktjohanser
Thema: Was bedeutet "aufgeschlossen"?
Webseite: https://www.dr-sanktjohanser.de

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