Allergien zählen zu den häufigsten Erkrankungen und ihre Zahl nimmt ständig zu. Allerdings wird sie selten als Erkrankung bezeichnet, sondern unter dem Begriff Allergie eigenständig geführt.

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Jeder kennt mittlerweile jemanden in seinem Freundeskreis, der dieses oder jenes nicht mehr essen kann / darf und irgendwie fühlt man sich schon fast als Außenseiter, wenn man nicht irgendwann im Jahr juckende Augen hat oder im Restaurant angibt was man alles nicht essen kann.

Was ist eine Allergie überhaupt?

Die Aufgabe des Immunsystems ist es eigentlich zwischen fremd und selbst, sowie gefährlich und ungefährlich zu differenzieren und angemessen zu reagieren. Eine Allergie ist eine überschießende Immunantwort des Körpers auf eine körperfremde Substanz. Die das Immunsystem langsam oder sehr schnell erlernt und nicht mehr vergisst. Hierzu können Pollen, Nahrungsmittel und andere Substanzen zählen, welche eingeatmet oder über die Haut Kontakt mit dem Körper haben. Hierauf reagiert der Körper mit Bildung von Antikörpern.

Reagiert unser Immunsystem auf körpereigene Substanz wird diese Erkrankung Autoimmunerkrankung genannt. Unter diesen Begriff fallen rheumatische Erkrankungen, Morbus Crohn, Collitis ulcerosa, Psoriasis und Krebserkrankungen. Hier wird eine andere Therapie angesetzt.

Wie kommt es zu einer Allergie?

Hier werden unterschiedliche Ansätze gefahren. Einmal wird hier die Genetik genannt, wenn beide Eltern Allergiker sind steigt die Wahrscheinlichkeit, dass auch das Kind Allergiker wird auf über 60%. Ein anderer Ansatz ist der Darm. Bei der Geburt wird unser Immunsystem und die Besiedlung des Darmes über die Vaginalschleimhaut der Mutter geprägt und über den Stillvorgang weiter ausgebildet. Beides findet heute immer seltener statt. Die früh durchgeführten Mehrfachimpfungen belasten den kindlichen Körper, der gerade dabei ist sein eigenes Immunsystem aufzubauen, muss sich jetzt mit mehreren Erregern gleichzeitig auseinandersetzen. Bekannt ist, dass der Körper sich immer nur mit einer Erkrankung auseinandersetzen kann. Daher ist die Überlegung, ob hier auch eine Ursache für die erhöhten Allergien und Autoimmunerkrankungen zu suchen ist. Dies wird sehr kontrovers diskutiert. Die Kinder wachsen in einer zunehmend sterileren Umgebung auf, daher kann das Immunsystem nicht trainiert werden, was einer allergischen Reaktion wieder Vorschub leistet. So wurde in Studien belegt, dass Kinder auf dem Land vor allem auf den Bauerhöfen wesentlich weniger anfällig für Allergien sind, als Stadtkinder.

Ein weiterer Punkt ist der Darm, hier sitzt unser Immunsystem und fast jeder hat eine verschobene Darmflora. Stress, Antibiotika und denaturierte Nahrungsmittel zerstören den Darm ein vernünftiger Wiederaufbau erfolgt meistens nicht. Wobei die Wissenschaftler mittlerweile davon ausgehen, dass die ursprüngliche Darmflora so individuell ist, dass sie nicht wiederherzustellen ist. Ist der Darm undicht, können Nahrungspartikel in die Lymph- und Blutbahn übertreten und dort eine Immunantwort auslösen. Hier reagiert der Körper komplett korrekt, da diese Partikel dort nicht hingehören allerdings ist nun die Grundlage für eine Nahrungsmittelallergie geschaffen.

Nichtsdestotrotz muss immer ein erst eine Sensibilisierung stattgefunden haben. Das Immunsystem kann nur auf etwas reagieren, was es schon kennt.

Welche Allergien gibt es?

Typ 1- Der Soforttyp:

Dies ist die häufigste Allergie und findet innerhalb von Sekunden statt. Als Sofortantwort des Immunsystems auf einen auslösenden Stoff. Der Erstkontakt erfolgt auch hier komplett symptomlos, bei einem erneuten Kontakt kommt es zu einer überschießenden IgE- Immunantwort.

Hierzu zählen der Heuschnupfen, die Nesselsucht, Insektenstiche, Tierhaarallergie und das allergische Asthma.

Die Symptome sind im allgemeinen Quaddelbildung mit Juckreiz, juckende Augen, Husten, Rötungen und vermehrter Ausfluss.

Besonders ist hier der anaphylaktische Schock als absoluter Notfall zu nennen. Hier kommt es zum Quinkeödem mit Zuschwellung der Luftröhre.

Typ 2- Zytotoxischer Typ:

Dies findet meist bei Bluttransfusionen oder Medikamenten statt. Es bilden sich Immunkomplexe zwischen IgG- Antikörpern und den Medikamenten, dadurch werden die Killerzellen an den Start gerufen und zerstören körpereigene Zellen.

Typ 3-Immunkomplextyp:

Auch hier bilden sich Immunkomplexe, welche sich ablagern und Entzündungen auslösen. Hierzu zählen Gefäßentzündungen und Entzündungen des Lungengewebes.

Typ 4- Der Spättyp:

Nach dem Erstkontakt kommt es bei einem erneuten Kontakt zu einer Reaktion von den T- Lymphozyten, die aber erst Tage später abläuft. Die Prägung findet hier auf den allergen-spezifischen T-Lymphozyten statt, diese klonen sich bei erneutem Kontakt mit dem Allergen, dadurch kommt es zur zeitlichen Verzögerung von Kontakt und Reaktion. Die Entzündungszeichen finden hier nur am Ort des Geschehens statt.

Hierunter fällt vor allem die Kontaktallergie oder die Transplantatabstoßung sowie Nahrungsmittelallergie und Medikamentenunverträglichkeit.

Wie diagnostiziert man Allergien?

Die Diagnose ist sehr schwierig, weil man exakt das Allergen testen muss, auf das der Körper reagiert. Die Diagnoseverfahren hierzu werden immer genauer.

Am bekanntesten ist der Pricktest. Hier wird die Haut markiert und die Testlösungen eingebracht sowie eine Negativ- (NaCL) und eine Positivkontrolle (Histamin). Nach 30 min wird die Reaktion der Haut mit der Positivkontrolle verglichen  und ausgewertet.

Der Epicutantest wird für Allergie Typ 4 benutzt. Mit Hilfe von Pflastern bringt der Arzt das Allergen auf. Die Auswertung erfolgt nach 48 h. Das Pflaster wird abgenommen und die Haut auf Reaktionen nach 30 min und nach drei Tagen untersucht.

Mittlerweile gibt es hochsensitive Blutuntersuchung wie der LTT-Test für den Typ 4 und verschiedene spezifische Tests, die über die IgE Reaktion laufen. Bewährt hat sich hier der Basophile-Degranulationstest.

In der Naturheilkunde hat sich in meiner Praxis der kinesiologische Test bewährt. Hier macht man sich zwei Sachen zu nutze.

1. Der Patient kann das Produkt in die Praxis bringen, welches er in Verdacht hat. Mit dem Muskeltest findet man schnell heraus, ob das Produkt den Körper schwächt oder nicht. Sprich, ob eine Reaktion des Körpers negativ oder positiv auf diesen Reiz ist.

2. Man kann ein Produkt als solches und nicht die Einzelbestandteile testen. Manchmal ist es auch die Kombination, die problematisch wird.

3. Es ist schnell und preiswert. Medizinisch aber nicht validiert, so dass die Substanzen nicht in den Allergiepass eingetragen werden können.

Wie kann man Allergien therapieren?

Die Medizin arbeitet hier mit der Methode der Desensibilisierung oder Hyposensibilisierung, d.h. das Allergen wird in immer höheren Dosen in den Körper eingebracht.  Der Erfolg ist meist gut. Die Therapie dauert aber Jahre und ist somit kostenintensiv.

Dann gibt es noch die Antihistamine, die schnell wirken und die Symptome reduzieren. Vor allem im Notfall nicht wegzudenken sind.

Eine gute Möglichkeit, die allerdings sehr schwer durchzuführen ist, ist die Karenz. Das bekannte Allergen wird über einen längeren Zeitraum oder für immer weggelassen. Beim Heuschnupfen nicht durchführbar und auch bei Lebensmittel und Kosmetik sehr schwierig.

Der Ansatz der Naturheilkunde wäre den Körper erst mal wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Hier wäre eine Darmsanierung mit basischer Ernährungsumstellung als erstes in Betracht zu ziehen. Dann wird der Körper im Hinblick auf seine Entzündungsbereitschaft mit Antioxydantien und Pflanzen unterstützt. Der Leber, als Zentrale für die Entgiftung des Körpers, kommt hier eine besondere Stellung zu.

Hier wären Kurkuma, Ölziehen, OPC, Euphrasia, Gerstengras und Weizengras zu nennen.

Therapeutisch bietet die Naturheilkunde hier die Ohrakupunktur, Homöopathie und die Bioresonanz.

Bei der Homöopathie wird amnestisch sehr detailiert abgefragt wann welche Symptome auftreten und in welchen Zusammenhang, danach wird das Mittel bestimmt. Für Akutsituationen hält die Homöopathie Akutmittel zu Verfügung.

In der Ohrakupunktur wird der Mensch als Ganzes gesehen und die betroffen Areal genadelt. Hier können dann noch Homöopathische Mittel mit eingebracht werden.

Die Bioresonanz arbeitet über das Frequenzspektrum. Der Körper wird zuerst in seine Reaktionsbereitschaft gebracht und entgiftet. Dann wird der Darm stabilisiert und unterstützt undanschließend wird die Information des Allergens „gelöscht“. Der Körper besteht hauptsächlich aus Wasser, welches eine Tetrastruktur besitzt und somit in der Lage ist Informationen zu speichern. Hier setzt die Bioresonanz an und löst diese Information aus der Struktur heraus.

Autor: Bernadette von Westphalen
Thema: Allergien
Webseite: http://www.heilpraktiker-westphalen-koeln.de

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